Das war das Jahr 2012

Menschen! Ob alt oder jung, Punk oder Politiker, sie stehen im Mittelpunkt von allem, was das Wochenblatt schreibt. Das war 2012 so und wird im Jahr 2013 genau so sein. Versprochen!
Januar
• Neues Jahr, neuer Job: Alexandra Neumann kehrt aus dem Erziehungsurlaub zurück und übernimmt wieder die Leitung der Evangelischen Familienstätte Blankenese. Das Gymnasium Hochrad hat mit Ulrich Zipp-Veh einen neuen Schulleiter gefunden. Die Dritte backt gern Witwenküsse: Beatrix Zoske ist die neue Pastorin in St. Simeon.
• Der Brunnen im französischen Garten des Hirschparkes wird von Künstler Jörn Lissow in Schuss gebracht. 50.000 Euro stellt das Bezirksamt Altona für die Erneuerng des Brunnenbeckens und der gesamten Technik zur Verfügung.
• Hartmuth Groth liegt im Clinch mit der Finanzbehörde. Er kümmert sich ehrenamtlich um die leer stehende Schule Röbbek, räumt auf, entsorgt Schrott. Als die Finanzbehörde, der die Schule gehört, aufräumen lässt, kommt auch Groths Werkzeug weg. 1.500 Euro Schaden, Groth zeigt die Behörde an.

Februar
• Stocksauer! Rissener Eltern protestieren gegen die Pläne der Schulbehörde, die Stadtteilschule Blankenese auf dem Gelände des Rissener Gymnasiums anzusiedeln. Zum Tumult im Altonaer Rathaus kam es, als die regierende Koalition aus SPD und GAL in der Bezirksversammlung den Eltern keine Hilfe in Aussicht stellte.
• Der Monat steht ganz im Zeichen der verheerenden Flutkatastrophe vom 16. Februar 1962: 50 Jahre danach erinnern hamburgweit offizielle Gedenkveranstaltungen an die 315 Todesopfer. Im Wochenblatt erzählt Ronald Holst, wie er als 21-Jähriger die Flut erlebte.

März
• In den Elbvororten tobt immer noch der EHEC-Erreger: Er wurde bei einem Kleinkind und einer 68-Jährigen sowie dem elfjährigen Hannes aus dem Gymnasium Blankenese nachgewiesen. Die Schule wurde sofort geschlossen und desinfiziert. Wo sich die drei angesteckt haben könnten, ist unklar. Glücklicherweise gab es keine weiteren Erkrankungen. Nicht Gurken sind der Überträger dieses besonderen E.coli-Bakteriums, sondern Sprossen.
• Auf dem Spielplatz gegenüber der Caprivistraße wurde ein Mann auf seinem nächtlichen Heimweg vergewaltigt. Der Täter konnte entkommen.
E Das BücherParadies in der Schule Schenefelder Landstraße feiert seinen zweiten Geburtstag ­– und kämpft ums Überleben. 20.000 Euro fehlen, um die kleine Bücherei auch im nächsten Jahr für die jungen Leser zu öffnen. Glücklicherweise finden sich bis Jahresende Sponsoren.

April
• Auftakt zum Gerangel um die Bebauung des Hemmingstedter Weges. Auf dem Gelände des Zentrums für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) sowie zwei der angrenzenden Sportplätze will Investor Quantum Wohnungen bauen. Doch dafür muss der Bebauungsplan in Absprache mit dem Bezirk geändert werden. Den hat aber die Baubehörde nicht informiert. Die Bezirkspolitiker sind entsetzt, dass an ihnen vorbei geplant wurde und lehnen die Bebauung erst einmal ab.
• Am 1. April vor 75 Jahren wurden die Elbvororte Othmarschen, Nienstedten, Blankenese, Iserbrook und Rissen im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes der Hansestadt zugeschlagen. Von der Eingemeindung erfuhren die Bewohner erst im Nachhinein per Radio und Zeitung.
• Die 14-jährige Emily Philippi (Foto) hatte die besten Argumente. Die Gymnasiastin des Christianeums siegte beim Landeswettbewerb „Jugend debattiert“.

Mai
• Aufschrei in Blankenese: Das Theater N.N. kann im Römischen Garten keine Abendvorstellungen mehr geben. Anwohner des Römischen Gartens hatten sich über den Lärm beschwert. Also verlangte das Bezirksamt Tonmessungen während der Aufführungen. Doch die konnte sich das Theater nicht leisten. Theaterleiter Dieter Seidel: „Die Behörde ist kulturfeindlich!“
• Promis, Sonne, Super-Derby: Der 23-jährige Nisse Lüneburg gewann das Deutsche Spring-Derby in Klein Flottbek vor viel Prominenz. Sterneköchin Cornelia Poletto, Silvio Heinevetter und Tatort-Kommissarin Simone Thomalla waren unter den Zuschauern.


Juni
• Prominenter Besuch: Bundespräsident Joachim Gauck besucht die Führungsakademie der Bundeswehr, wo er von den dortigen Kindergartenkindern mit Fähnchen begrüßt wurde. Auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière freut sich sichlich über den herzlichen Empfang.
• Hamburgs Kassen sind leer, deshalb soll in der Jugendarbeit gespart werden. Vier Einrichtungen in den Elbvororten sind von der Streichung bedroht.
• Otto Waalkes ist Pate der Hamburger Sternschnuppe und hilft, Päckchen mit Spielzeug und Kleider für krebskranke Kinder in Rumänien zu verladen.

Juli
• Das Gerangel, wer im Römischen Garten auftreten darf, geht mit einem Kleinkrieg der Koalitionspartner SPD und Grünen weiter: Während die Grünen den SPD-Antrag zur Rettung der Aufführungen des Theaters N.N. scheitern lassen, darf der Verein ElbFilmKunst seine Filme dort zeigen. Begründung: Bei der Vorführung entsteht kein Lärm, da der Ton per Kopfhörer übertragen wird.
• Die Kirche hat von jeher einen guten Draht zum Himmel. Die Iserbrooker Jugendlichen jetzt auch: Unter fachkundiger Anleitung bauen sie ehrenamtlich den Kirchturm der Lutherkirche zur Kletterwand um. An Seilen gesichert können große und kleine Gipfelstürmer ab September luftige Höhen erklimmen.

August
• Prinz Charles und Queen Elizabeth II. lassen grüßen! „British Flair“ wehte am ersten August-Wochenende durch Klein Flottbek. Zahlreiche Aussteller zeigten auf dem Gelände des Hamburger Poloclubs, was alles zum britischen Lebensstil gehört.
• Zwei Bürgerbegehren im Bezirk Altona: Während die Sportverbände wegen der zugesagten Auffrischung der Sportplätze für die Bebauung des Hemmingstedter Weges sind, lehnen Anwohner sie ab.

September
• Bestens gelaunt zeigt sich Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt bei der Umbenennung der Schule Othmarscher Kirchenweg in Loki-Schmidt-Schule. Er scherzt mit den Schülern und macht Faxen.
• Die Blankeneser schöpfen Hoffnung: Nach monatelangem Hin und Her zwischen Eigentümer Peter Bishop und den Behörden  könnte der Umbau des Katharinenhofes jetzt losgehen. Doch bis Jahresende hat sich augenscheinlich noch nichts getan.

Oktober
• Mann, ist der dick! Kleingärtner Michael Drywa muss den berühmten grünen Daumen haben: In seinem Osdorfer Kleingarten erntete er einen Riesenkohlrabi von 9,8 Kilo.
• Der Botanische Garten wird in einem Festakt nach Hannelore „Loki“ Schmidt benannt.
• Armin Thorn gibt bekannt: Das Kult-Kaufhaus „1000 Töpfe“ wird im Januar geschlossen. Seit drei Jahren hat der Laden nur Verluste eingefahren.
• Giesela Pannek traute ihren Augen nicht: Dreiste Blumendiebe hatten nachts ihre prächtig blühenden Hortensienbüsche zu Krüppeln gemacht. Sie schnitten Blüten, Triebe und Stängel radikal ab. Waren Junkies am Werk, die die getrockneten Blüten als Hasch-Ersatz rauchen wollten? Die Polizei konnte diesen Verdacht nicht bestätigen.

November
• Allen Grund zum Strahlen hatten vier Mitglieder der Rissener Volksspielbühne: Annelie Lettermann, Hilma Wieck, Elke Novitski und Herbert Lettermann wurden mit der Senatsmedaille ausgezeichnet.
• Tierquäler Marcus W. warf seinen Hund durch die Luft. Doch er kommt mit fünf Monaten Haft auf Bewährung davon. Der Hund sei weich gelandet, so der Blankeneser Richter.
• Der Ortskern soll schöner werden. Aber nur unter ihren Argusaugen und mit ihrer Beteiligung, fordern die Blankeneser. Das Planungsbüro konsalt hatte auf der Grundlage einer Mängelliste Verbesserungsvorschläge vorgestellt - und dafür von den Blankenesern nur Protest geerntet.

Dezember
• Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr besuchte das Kinderhospiz „Sternen- brücke“ und plauschte mit den Zwillingen Fiwos (l.) und Iridanos. Die beiden Zehnjährigen kuscheln sich derweil in die Arme von Hospizleiterin Ute Nerge.
• Die Angst vor dem Weltuntergang geht um: Am Freitag, 21. Dezember, endete der Maya-Kalender. Doch die Apokalypse ist glücklicherweise nicht losgebrochen.
• Auch die Mieter an der Wedeler Landstraße 63 haben Angst: Sie fürchten im Dunkeln zu sitzen, wenn der Neubau auf der Wiese zwischen ihrem und dem Haus Nummer 57 kommt. Baubeginn soll im Frühjahr 2013 sein.
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