Das singende Bierfass

Kurzer Check der Firmenunterlagen: Florian, Noah und Liam (v.l.) mit ihrer Wirtschaftskunde-Lehrerin Julia Sienknecht.

Gymnasiasten gründen Schülerfirma und entwickeln das „iFass“

Wer zukünftig am Elbufer Musik aus einem Bierfass hört, hat nicht schon zu tief ins Glas geschaut; vielmehr macht er gerade Bekanntschaft mit der neusten Erfindung von zwölf Jungunternehmern: dem zur Musikanlage umgebauten Bierfass. „Alle MP3-Player können an das Fass angeschlossen werden“, erklärt Gymnasiast Noah.
Die Geschäftidee ist so einfach wie genial: Ein leeres Bierfass wird mit einer Box, einem Verstärker, Batterien und einem Anschluss für Strom und ein MP3-Gerät versehen. Fertig ist das iFass. „Die Bierfässer sind aus Edelstahl. Wir haben nicht erst das Bier trinken müssen, um die leeren Fässer verwenden zu können“, schmunzelt Noah. Der Zehntklässler am Christianeum fährt fort: „Die Fässer wurden uns von einem Zulieferer aus Süddeutschland zur Verfügung gestellt.“
Insgesamt zwölf Zehntklässler sammeln im Unterrichtsfach Wirtschaftspaxis hautnah Erfahrungen, was man im eigenen Betrieb so zu beachten hat. Begleitet werden sie vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Rahmen des Projektes „Junior“. Das Institut ist auch Ausrichter des Wettbewerbes für die schulischen Jungunternehmer. In diesem Schuljahr laufen in Hamburg 32 Junior-Unternehmen.
Das Unternehmen im Chris-tianeum lief etwas zäh an. „Wir haben einen Business-Plan erstellt und dann die ersten drei Monate nach einer Idee gesucht“, so Noah, der in der Marketing–Abteilung tätig ist. „Und Marktforschung betrieben“, ergänzt Liam.
Das junge Unternehmen ging mit 900 Euro an den Start. „Wir haben Anteilsscheine für zehn Euro an Eltern, Freunde, Angehörige und Lehrer verkauft“, so Noah. Dann war die Idee für das iFass geboren. „Wir haben im Keller unseres Vorsitzenden Julius alles allein zusammenge-
bastelt und eine Menge über Technik gelernt“, erinnert sich Liam aus der Produktions-Abteilung. Schon auf dem Weih-nachtsbasar der Schule wurden einige iFässer verkauft. „Wenn wir Gewinn machen, zahlen wir zu Ende des Schuljahres die Einlagen samt Dividende aus. Der Rest geht an gemeinnützige Projekte“, wagt Florian einen Ausblick.
Doch erst einmal steht die Projekt-Darstellung in der Handelskammer an. „Wir hoffen, beim Landesentscheid im April unser Projekt so gut präsentieren zu können, dass es für den ersten Platz reicht“, so Florian.
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