CDU und SPD Nase an Nase

Kurz vor 18 Uhr tauchte SPD-Direktkandidat Dr. Matthias Bartke bei der Wahlfeier seiner Partei in Altona auf und wurde mit stürmischen Applaus von gut 40 Feiernden empfangen.

Die Wahl im Bezirk Altona

- Christiane Handke, Altona/ Elbvororte - Am vergangenen Sonntag hat Deutschland gewählt. Die FDP ist raus, die AfD ist nicht drin, die CDU triumphiert, verfehlt aber die absolute Mehrheit, die SPD hat Zugewinne, aber nicht genug, um zufrieden zu sein. Linke und Grüne haben Verluste zu verschmerzen. Und der Bezirk Altona? Das Wochenblatt zeigt, wie zwischen Rissen und Altona-Altstadt gewählt wurde.
Die Altonaer konzentrierten sich bei dieser Wahl auf die großen Parteien. SPD und CDU lagen Nase an Nase. 29,4 Prozent wählten CDU, ein Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zu 2009. Die SPD konnte mit 29,8 Prozent fast 7.000 Stimmen mehr als bei der letzten Bundesagswahl für sich verbuchen und überholte die CDU mit knapp 1.000 Stimmen. Zur Erinnerung: 2009 lag im Wahlbezirk Altona/Elbvororte die CDU mit 25,8 Prozent vorn, die SPD mit 25,1 Prozent dicht dahinter.
Abgestürzt ist wie im Bund die FDP auch in Altona: Von 13 Prozent im Jahr 2009 ist sie auf 5,5 Prozent gefallen. Da half es auch nichts, dass sie in einigen Wahllokalen in Blankenese auf über 15 Prozent kam.
Die Grünen verloren knapp drei Prozent und kamen auf 16,4 Prozent. Die Linke büßte 1,7 Prozent ein: 10,7 Prozent. Die Piraten blieben bei 2,7 Prozent. Die Euroskeptiker-Partei AfD erreichte in Altona 3, 2 Prozent.
Auch das Erststimmen-Rennen zwischen Marcus Weinberg (CDU) und Dr. Matthias Bartke (SPD) ging knapp aus: Es gewann Bartke mit 34,9 Prozent vor Weinberg mit 32,5 Prozent. Ein Erfolg für Newcomer Bartke, der jetzt in den Bundestag einzieht. 2009 war Olaf Scholz, heute Hamburgs Erster Bürgermeister, als Kandidat angetreten und hatte nur ein knappes Prozent mehr geholt.
In den nächsten Jahren kommen weitere Wahlen auf die Hamburger zu: Im Mai 2014 werden die Bezirksversammlungen neu zusammengesetzt; gleichzeitig ist Europawahl. Und im Frühjahr 2015 wird über die Bürgerschaft neu abgestimmt.

So wurde gewählt (Zweitstimmen)

Hamburg Bund
SPD: 32,4 25,7
CDU: 32,2 41,5
Grüne: 12,6 8,4
FDP: 4,8 4,8
Linke: 8,8 8,6
AfD: 4,1 4,7


Bezirk Altona
SPD: 29,8
CDU: 29,4
Grüne: 16,4
FDP: 5,5
Linke: 10,7
AfD: 3,2



Daten, Fakten, Kuriositäten aus dem Bezirk

Niedrigste Wahlbeteiligung: Achtern Born, Osdorf 26,7 Prozent

Wenigste FDP-Wähler: Thedestraße, Altona-Altstadt: 0,7 Prozent, gleichzeitig das Wahllokal, wo die Linke mit 25,8 Prozent am besten wegkam.

Die Piraten feierten in der Sternschanze 6,2 Prozent (Wahllokal Ludwigstraße).

Die Rissener sind Euroskeptiker: 6,5 Prozent für die AfD in der Rissener Dorfstraße. Auch in Bahrenfeld schnitt die AfD gut ab: 7,1 Prozent im Wahllokal Osorfer Weg. Und 7,3 Prozent am Böttcherkamp. Hier sahnte auch die Linke mit 10, 4 Prozent ab.

Die Linke hat ihre Anhänger vor allem in in Osdorf (Kroonhorst: 14,3 Prozent) und in Lurup (14,5 Prozent im Wahllokal Luruper Hauptstraße)
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