„Bunker mit Panoramascheiben“

Wo früher die „weiße Villa“ des Mäzens Claus Großner stand, soll nun ein Neubau entstehen, der aber mehrheitlich von der Altonaer Politik abgelehnt wird. Foto: rs

Altonas Politik bekämpft Neubau an der Elbchaussee

Von Reinhard Schwarz. Einst war sie ein Schmuckstück zwischen Elbchaussee und Elbe: die „weiße Villa“ des 2010 verstorbenen Mäzens Claus Großner. Doch die nahe Teufelsbrück gelegene Villa ist mittlerweile platt gemacht, ein finanziell potenter Industrieller hat das Anwesen gekauft und will dort bauen. Manche hingegen meinen, er wolle sich dort verbarrikadieren. „Ein Bunker mit Panoramascheiben“ würde dort entstehen, äußert sich Planungsexperte Sven Hielscher (CDU) despektierlich über das Bauvorhaben, das hinter verschlossenen Türen behandelt wurde. Details werden nicht mitgeteilt. Einig ist sich die Politik darin, den Entwurf abzulehnen.
Das Bezirksamt schottet sich in dieser Frage ab, Informationen gibt es nicht. Es heißt aber, das Amt wolle den Neubau genehmigen. Nun hat die CDU einen Antrag für einen „Bebauungsplan für Teufelsbrück und westlich angrenzende Bereiche“ eingebracht. „Westliche Bereiche“: Gemeint ist damit das Gebiet bis zum Hotel Louis C. Jacob, in dem auch die einstige „weiße Villa“ lag. „Art und Maß der Nutzung müssen sich an den vorhandenen Gegebenheiten (...) orientieren“, heißt es im Antrag. Im Klartext: Neubauten sollen sich harmonisch in die Umgebung einfügen.
Eigentlich sollte der Bebauungsplan schon vergangenen Donnerstag im Hauptausschusses der Bezirksversammlung (BV) Altona verhandelt werden. Doch jetzt wurde während einer Sondersitzung der BV am Dienstag (nach Redaktionschluss) über den Antrag beraten. Stimmen die Parteien dem CDU-Antrag zu, hätte das zur Folge, dass der Antrag des Investors erstmal auf Eis liegt. Das Bezirksamt wurde derweil beauftragt, mit dem Bauherrn über Nachbesserungen zu verhandeln.
„Wir sind mit dem Bauvorhaben auch nicht einverstanden“, erklärt SPD-Fraktionschef Thomas Adrian. „Es gibt zwar eine Erhaltungssatzung für die Elbchaussee, die wir auf den Weg gebracht haben,
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