Bundestagswahl: Wer tritt in Altona an?

Am 22. September wird ein neuer Bundestag gewählt. (Foto: pr)

Zwölf Kandidaten sind zugelassen. Die besten Aussichten haben Matthias Bartke (SPD) und Marcus Weinberg (CDU)

- Christiane Handke, Altona - Am Sonntag, 22. September, sind in Deutschland Bundestagswahlen. Im Wahlkreis 19 Hamburg-Altona treten zwölf Parteien an, die ihre Vertreter von den Wählern in den Bundestag schicken lassen wollen.
Echte Chancen, als Direktkandidaten den Sprung nach Berlin zu schaffen, haben wohl nur Matthias Bartke von der SPD und Marcus Weinberg. Letzterer, Chef der Hamburger CDU, ist schon Mitglied des Bundestags. Vor vier Jahren ist er über die CDU-Landesliste in den Bundestag eingezogen. Auch in diesem Jahr ist er über Landeslistenplatz 1 abgesichert. Anders Bartke: Er kann nur über Direktstimmen eine Fahrkarte nach Berlin bekommen.
Marcus Weinberg sieht in diesem Jahr zum ersten Mal eine Chance, als Altonaer Direktkandidat zu reüssieren. In den vergangenen Jahren unterlag er regelmäßig Olaf Scholz. Gegen den „Roten Riesen“, heute Hamburgs Bürgermeister, hatte der CDUler keine Schnitte. Das könnte dieses Jahr anders aussehen: Bartke ist innerhalb seiner Partei nach eigener Aussage zwar „bekannt wie ein bunter Hund“. Aber außerhalb der großen SPD-Familie ist er ein Unbekannter. Das versucht Bartke jetzt durch Hausbesuche im Wahlbezirk zu ändern. Sein Ziel bis zum 22. September: An 5.000 bis 6.000 Haustüren geklingelt und persönliche Kurzgespräche geführt zu haben.
Daneben bewerben sich in Altona Lorenz Flemming für die FDP, Anjes Tjarks für die Grünen und Jan van Aken für die Linke.
Dazu kommen die Exoten, die am Rande wildern: die neue Wirtschaftspartei „Alternative Deutschland“ ist mit Ralf Kettnacker vertreten, die „Freien Wähler“ mit dem Journalisten Wolf Achim Wiegand. Für die Partei (für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) tritt die Künstlerin Beatrice Winkler an, für die
Piraten Thembi Gräntzdörffer.
Als Einzelbewerber wirbt Joachim Fiedler für das bedingungslose Grundeinkommen. Rechts und links außen vertreten der Rentner Peter Adler die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und Jürgen Bader die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD).
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Wolf Achim Wiegand aus Rissen | 22.08.2013 | 17:14  
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