Brutaler Raubüberfall im eigenen Haus

Über den Balkon im ersten Stock drangen die vier maskierten Täter am Freitagabend ins Haus ein.

Bande dringt über Balkon in Haus ein und fesselt Bewohner.

Zwei 70 und 40 Jahre alte Männer, Hamburger Spielhallen-Unternehmer, wurden am Freitagabend gegen 22.30 Uhr in ihrem eigenen Haus an der Elbchaussee brutal überfallen.
Das Haus steht an einer viel befahrenen Kreuzung am Ortsbeginn von Blankenese. Der herrlich bepflanzte Garten ist von der Straße aus einsehbar, ebenso die Haustür, flankiert von zwei großen Steinlöwen. Doch die steinernen Schutzsymbole nützten den beiden Hausbewohnern ebenso wenig wie die Tatsache, dass ihr Haus inmitten dichter Bebauung und lebhaften Straßenverkehrs liegt.
Laut Polizeibericht drangen die Täter über einen Balkon im ersten Stock in das Haus ein. Dort rumorten sie so laut, dass die Hausbewohner, die sich im Erdgeschoss aufhielten, aufmerksam wurden. Der 40-Jährige Yasar D. ging nach oben und begegnete den maskierten Einbrechern. Einer von ihnen griff ihn von hinten an und würgte ihn; Yasar D. sah als einzigen Ausweg aus seiner Lage nur, die Treppe herunterzuspringen, um den Angreifer so möglichst zu verletzen.
Inzwischen hatte Jürgen H., aufgeschreckt durch die Schreie seines Mitbewohners, die Alarmanlage ausgelöst und sich mit einem Küchenmesser bewaffnet. Das rammte er einem Angreifer in den Bauch.
Doch damit war die Horrornacht nicht zuende. Die vier Räuber überwältigten Yasar D. und Jürgen H., fesselten die beiden, drohten sie zu erschießen und forderten Geld und Wertsachen. Sie raubten Schmuck sowie mehrere Tausend EuroBargeld und flüchteten anschließend. Wahrscheinlich waren die mit Walkie-Talkie ausgerüsteten Räuber von Komplizen, die vor dem Haus Schmiere standen, vor der Polizei gewarnt worden.
Eine Sofortfahndung mit über 20 Funkstreifenwagen und zwei Hunden führte zu keinem Ergebnis.
Der 70-jährige Jürgen H. erlitt eine Kopfwunde und musste ins Krankenhaus. Er ist nicht in Lebensgefahr. Sein 40-jähriger Partner wurde leicht verletzt.

Hinweise erbeten
Bei den Tätern handelt es sich vermutlich um Osteuropäer. Einer von ihnen ist etwa 1.80 Meter groß, schlank und hat schulterlange, dunkle Haare. Er trug ein graues T-Shirt und eine schwarze Hose. Ein Mittäter ist etwas kleiner, hat dunkle, kurze Haare und trug einen schwarzroten Rucksack. Die beiden anderen Täter können nicht weiter beschrieben werden; einer von ihnen soll eine dunkle Jacke mit orangefarbenen Streifen getragen haben. Hinweise werden erbeten an die Verbindungsstelle des Landeskriminalamtes unter Tel 428 65 67 89.
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