Breitere Straße, weniger Platz für Autos

Noch hält der Bus vor dem Blankeneser Friedhof in einer Bucht, damit die Fahrgäste ein- und aussteigen können. Doch die künftig werden statt der Haltebuchten haltestellen am Fahrbahnrand eingerichtet werden. So wollen die Pinneberger Verkehrsbetriebe zur Verkehrsberuhigung beitragen.

Der Sülldorfer Kirchenweg soll in Höhe des Blankeneser Friedhofes verbreitert werden – doch Autos haben dann weniger Platz als jetzt

Wer den Sülldorfer Kirchenweg nutzt, braucht gute Nerven und Geduld. Zwischen Fruchtweg und Siebenbuchen ist die Fahrbahn schmal. An einigen Stellen stehen alte Bäume so dicht an der Straße, dass die Fahrbahn sich deshalb verengt. Derzeit laufen im Bezirksamt Altona die Planungen auf Hochtouren, den Sülldorfer Kirchenweg auf acht Meter zu verbreitern. Doch auf jeder Straßenseite kommen Radschutzstreifen von je 1,50 Meter Breite hinzu – bleiben fünf Meter Fahrbahn.
Derzeit ist die Verkehrssituation angespannt: Auf der engen Fahrbahn mit einer Breite zwischen 4,7 und 5,8 Meter passen zwei Autos gerade so aneinander vorbei. Busse können nur fahren, wenn der Gegenverkehr wartet. Und wird auf einer Straßenseite geparkt, können die nachkommenden Wagen nur vorbeifahren, wenn die Gegenfahrbahn frei ist. Radfahrer haben oft Angst, auf der engen Straße von der Fahrbahn abgedrängt zu werden, und fahren lieber auf dem Gehsteig.
Außerdem ist der Sülldorfer Kirchenweg marode, sowohl die Fahrbahn als auch ihr Unterbau. „Es handelt sich um einen ganz normalen, zeitbedingten Substanzverlust durch das „rollende Rad“. Er wird insbesondere durch Busse, Schwerverkehr oder Frost- und anschließendem Tauwetter verursacht“, erklärt Kerstin Godenschwege, Pressesprecherin des Bezirksamtes Altona. Das Bezirksamt will voraussichtlich im zweiten oder dritten Quartal mit den Sanierungsarbeiten beginnen und gleichzeitig die Straße auf acht Meter verbreitern. Ebenfalls werden die Gehwege neu gepflastert. Das wird voraussichtlich eine Million Euro kosten.
Pro Fahrbahnseite wird ein 1,50 Meter Schutzstreifen für Radfahrer neu eingerichtet. Sie können nun sicherer die Fahrbahn nutzen. Das kommt besonders den Schülern zu Gute, die ins Marion-Dönhoff-Gymnasium radeln. Und Autofahrer? „Die eigentliche Fahrbahn verschmälert sich tendenziell“, räumt Godenschwege ein. Doch sollten keine Radler auf dem Schutzstreifen unterwegs sein oder gefährdet werden, können ihn auch Autofahrer nutzen, um einander auszuweichen. „Den Autofahrern mit breiten Fahrzeugen stehen dann im Begegnungsfall künftig acht Meter Straßenbreite zur Verfügung“, so Godenschwege.
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Dr. Christoph Caumanns aus Blankenese | 21.04.2012 | 21:42  
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