Blick für die Landschaft

Götz Jeran (r.), der sein Gemälde „Die Verkäuferin“ ins Foyer getragen hat, berät sich mit Ingo Lill, wo die Werke in der Ausstellung am besten zur Geltung kommen. Lill möchte seine Installation zum spanischen Stierkampf - „Toros“ - aufhängen.

Drei Schüler von Albert Feser stellen im VHS-Zentrum West aus

Gross Flottbek - Ingo Lill, Götz Jeran und Wilfried Ribke verbindet die Liebe zur Malerei. Geweckt hat diese Leidenschaft in ihnen der Freilichtmaler Albert Feser. Bis 1. Dezember ehren ihn diese drei Schüler mit einer Ausstellung im VHS-Zentrum West, Waitzstrasse 31.
An die 40 Werke kann man von den drei Feser-Schülern betrachten. Im Eingangsbereich wird man von der großformatigen „Verkäuferin“ begrüßt, die konzentriert weiße Kleider auf Ständer hängt. Gemalt wurde sie von Götz Jeran. Der gebürtige Blankeneser hat sich das Malen selber beigebracht, angeregt und gefördert durch Albert Feser. „Mir liegt nicht so viel am überraschenden Effekt“, sagt der ehemalige Schulleiter. „Ich möchte den Augenblick authentisch einfangen. Der Augenblick ist ja nicht nur das Gegenüber, das Farben- und Formenspiel der Natur, sondern auch mein ganz persönliches Angerührtsein.“
Er malt im Freien, „meist in den Ferien, mit rascher Pinselführung, nass in nass“. Damit folgt er seinem Lehrer Feser. Dieser wurde im Jahre 1901 in Öjendorf geboren und gehörte als Freilichtmaler dem „Kleinen Hamburger Künstlerring“ an. Gestorben 1993 in Hamburg, gilt er als Letzter der Künstlergruppe, die von Thomas Herbst gegründet wurde.
In seiner Tätigkeit als Zeichenlehrer an der ehemaligen Schlee-Schule, dem heutigen Ernst-Schlee-Gymnasium, unterrichtete Feser auch Ingo Lill. „Er förderte in mir die Lust am künstlerischen Experimentieren“, erinnert sich der heutige promovierte Rechtsanwalt Lill. „Ich bin in Nienstedten groß geworden und dort gern auf den Jahrmarkt gegangen. Jetzt stelle ich meine Schwarzweißfotos des Jahrmarktes aus. Da werden Kindheitserinnerungen wach, bestimmt nicht nur bei mir.“
Der Dritte im Bunde der Aussteller ist Wilfried Ribke. Der jetzige Professor an der Musikhochschule Lübeck zeichnet und malt seit frühester Jugend. Wesentliche Anregungen verdankt er ebenfalls dem Kunstunterricht von Alfred Feser.
Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten der VHS zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die drei Künstler werden zur Finisage vor Ort sein. Alle Werke sind käuflich.
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