Blankenese soll schöner werden

Am Ende der Veranstaltung stimmten die 187 Besucher denn doch mehrheitlich für eine Veränderung Blankeneses, aber nur in kleinen Schritten und mit Beteiligung der Bürger. (Foto: konsalt)
Hamburg: Gorch-Fock-Schule |

... aber nur ein bisschen und unter den Argusaugen der Bürger

Für die Stadtplaner von konsalt war die Sache klar: In den vergangenen drei Monaten hatten etwa 500 Blankeneser Verbesserungswünsche für den Erik-Blumenfeld-Platz, die Bahnhofstraße und den Marktplatz geäußert. Ausgerüstet mit einer „Mängelliste“ legten die Planer los und erarbeiteten Konzepte, wie das Dorf schöner werden könnte. Bei der Vorstellung ihrer Pläne stießen sie jetzt aber bei den Einheimischen auf Ablehnung: Die Blankeneser fühlten sich von den Vorschlägen „an die Wand gedrückt“, wie es Jürgen Köser formulierte. Sie haben Angst, dass ihr Ort den dörflichen Charakter verliert.
Mehr barrierefreie Fußgängerüberwege in der Bahnhofstraße, neue Cafés, nette Bänke statt Container im Martiniblock, Radstationen am Bahnhof, Schließung der Probst-Paulsen-Straße für den Durchgangsverkehr, mehr Hinweisschilder im Ort und vielleicht noch eine Freiluftbühne für Kinovorstellungen auf dem Marktplatz: Die Liste der Planer an Verbesserungsvorschlägen war breit gefächert.
Doch die Blankeneser schalten erstmal auf stur: Sie wollten das alles nicht, weder sofort noch auf einmal. „Blankenese ist wunderschön. Unsere Aufgabe ist es, dies zu erhalten“, brachte Timm Gudehus die herrschende Stimmung auf den Punkt.
Die Blankeneser sind gebrannte Kinder: Vor Jahren gab es bereits Pläne, unter dem Marktplatz eine Tiefgarage einzurichten oder einen Kreisverkehr einzurichten. Dagegen liefen sie Sturm, die Pläne blieben in der Schublade.
Jetzt witterten die Elbanwohner wieder eine Komplettumgestaltung. Erst mit ihrer Versicherung: „Es wird keine große Umbaumaßnahme geben, sondern viele kleine“ konnte Stadtplanerin Margit Bonacker die Gemüter beruhigen.
Von den 187 anwesenden Blankeneser stimmten dann doch 168 für die Entwicklung des Ortskerns, aber nur mit Beteiligung der Bürger.
Die Pläne, was gemacht werden könnte, gehen jetzt an die Politik. Doch ob und in welchem Umfang das „Herz Blankeneses“ wirklich umgestaltet wird, steht in den Sternen. Es gibt dafür noch keine Gelder.
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