Blankenese ist Norderney

Heinz (Lambert Hamel, l.) und Kalli (Philipp Sonntag) in einer Szene für den TV-Film „Kein Wort zu Papa“. Die Szene im Biergarten spielt zwar auf Norderney, doch gedreht wurde vor einer Tapas-Bar in Blankenese. Foto: ki
An der Ecke Blankeneser Bahnhofstraße/ Kiekeberg parken riesige, weiße Laster und eine Imbissbude ist auf dem Gehweg aufgebaut. Männer und Frauen wuseln hektisch zwischen Elbchaussee und der Straße Am Kiekeberg umher. Die Dreharbeiten zu Verfilmung des Bestsellers „Kein Wort zu Papa“ von Dora Heldt sind in vollem Gang.
„Och, den kenn´ ich doch! Das ist doch der nette Schauspieler, den ich so mag!“, platzt es aus einer Passantin heraus, als sie in die Straße Am Kiekeberg einbiegt und Lambert Hamel sieht. Vor der Tappas-Bar sitzen im Biergarten sitzt nicht nur er, sondern auch sein bekannter Schauspielkollege Philipp Sonntag an einem Holztisch. Sie spielen Heinz und Kalli, die beiden Hauptrollen in der Bestseller-Verfilmung „Kein Wort zu Papa“.
Kurz bevor die Dreharbeiten losgehen, checkt Kameramann Nico Nicolaisen nochmals die Szene. Gleich rechts neben ihm ist ein riesiger Scheinwerfer aufgebaut. Er sorgt für „Sommerbeleuchtung“ an diesem eher grauen Nachmittag, da die Szene im Hochsommer spielt. Schnell pudert die Maskenbildnerin Lambert Hamel nochmals ab, und dann geht es los! „Ruhe, bitte! Wir drehen!“
Komparsen und Zuschauer, die von der gegenüberliegenden Gehwegseite aus den Dreh beobachten, sind so still wie möglich. Plötzlich bellt ein Hund, und die Glocken der nahe gelegenen Kirche am Markt läuten eine Hochzeitsfeier ein. Die Aufnahme wird abgebrochen – und alles geht von vorne los. Nun ist Lucia gefragt. Ihr Job ist es, auf die Details zu achten, so dass alles wie in der ersten Szene aussieht. So lässt sie die Weizengläser auffüllen, „schließlich haben sich die beiden ja erst hingesetzt – auch, wenn sie gerade eben beim Dreh schon etwas aus dem Glas getrunken haben.“
Nach gut vier Stunden ist es endlich geschafft: Die Szene ist „im Kasten“. Der Tross zieht in die Buchhandlung Kortes um, wo schon Stühle und Podium für die Lesung aufgebaut sind. Außenrequisiteur Tommy befestigt noch noch kurz Schnur an das Plakat, so dass es am Bücherregal aufgehängt werden kann. „Buchhandlung „Morell, Norderney“ ist darauf zu lesen. „Diese Szenen spielen auf Norderney. Leider haben wir keine Drehgenehmigung auf der Insel bekommen. Deshalb drehen wir hier“, erklärt Benny Ackermann. Er ist der Motiv-Aufnahmeleiter und Locationscout. Zuvor wurde vier Wochen auf Sylt gedreht.
Ob man Blankenese im Film wiedererkennt, kann man Anfang nächsten Jahres herausfinden: Dann wird der Film an einem Sonntag um 20.15 Uhr im ZDF laufen.
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