Bei ihrer Geburt regierte Kaiser Wilhelm II.

Die Regionalbeauftragte Kerstin Scherwath überbrachte Margarethe Jensen zu deren 101. Geburtstag einen großen Blumenstrauß sowie eine Urkunde mit Glückwünschen von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz.

Margarethe Jensen feierte ihren 101. Geburtstag

Sie erlebte die „Wilden 20er“, zwei Weltkriege sowie die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands: Margarethe Jensen. Im Bugenhagenhaus feierte sie jetzt ihren 101. Geburtstag im Kreise ihrer Familie und Freunde bei Kaffee und Kuchen.
„Das ist ja ganz toll!“, freut sich die Jubilarin, als ihr Sozialdezernentin Kerstin Scherwath die Urkunde von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz überreicht. „Und persönlich unterschrieben hat er auch!“
Margarethe Jensen steht nicht nur in diesem Augenblick die Lebensfreude ins Gesicht geschrieben. Trotz ihres hohen Alters kümmert sie sich noch regelmäßig um ihre Freunde im Bugenhagenhaus, die das Bett nicht mehr verlassen können. „Da gehe ich regelmäßig, aber mindestens einmal pro Woche vorbei“, so die rüstige Seniorin.
Sie lebte bis 1998 noch allein zu Hause und führte ihren Haushalt, bis sie mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus musste. Dort hielten sie die Ärzte für etwas wirr im Kopf, als sie ihr Alter nannte. „Erst, als ich meinen Personalausweis vorzeigte, glaubten mir die Ärzte mein Alter“, schmunzelt die rüstige Dame.
Geboren wurde Margarethe Jensen in Lübthin (Mecklenburg-Vorpommern). Groß geworden auf einem Bauernhof, ging sie bald „in Stellung“. Nach dem Krieg kam sie mit ihrem Mann Karl, den sie 1940 geheiratet hatte, nach Hamburg. Hier wurde Tocher Christa geboren. Margarethe Jensen blieb zu Hause, um sich der Erziehung ihrer Tochter zu widmen, arbeitete nur gelegentlich als Zimmermädchen. Doch an eine prominente Arbeitgeberin erinnert sich Tochter Christa noch genau:„Meine Mutter war Hausdame von Helga Feddersen.“
Seit vergangenem Jahr muss Margarethe Jensen im Rollstuhl sitzen. Doch das bremst sie agile Frau nicht aus. Sie nimmt die täglichen Angebote der Seniorenresidenz wahr und trifft sich jedes Wochenende mit ihrer Familie zu Kaffee und Kuchen. Eine Sache macht ihr doch ein wenig zu schaffen, obwohl sie es mit Humor nimmt: „Um mich herum sterben alle. Die sind doch viel jünger als ich. Das geht doch nicht!“
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