Bei der Preisvergabe war Geduld gefragt

Tapfere 2a vom Iserbarg: Nach einem Redemarathon jubeln die Schüler und ihre Lehrerin Angelika Vellmer über den Sieg. Das Leporello (unten im Bild) ist eine Gemeinschaftsarbeit aus dem ersten Schuljahr. (Foto: Foto: mars)
von Marcus Schmidt, Hamburg-Innenstadt
Es ist zehn Uhr in der Bücherhalle am Hühnerposten: Schüler der Klasse 2a der Grund-, Haupt- und Realschule Iserbarg dürfen sich ihren Hauptgewinn vom „Lesekistenwettbewerb“ der Zentral-Bücherhallen abholen. Für die Kinder ein zweistündiges, sehr ermüdendes „Vergnügen“!
Mitarbeiter der Schulbehörde, der Bücherhallen und ein Schauspieler reden, erklären und loben. Animiert die Kleinen zum Mitsingen oder Erzählen. Zwei Stunden lang. Die Kinder werden dabei müde oder unruhig, müssen auch schon einmal raus. Die begleitende Lehrerin Angelika Vellmer versteht die Zeitplanung nicht mehr: „Die wissen nicht, dass die Kinder nicht so lange können.“ Auch die anwesenden Eltern sind ziemlich genervt, haben sie sich doch extra für diese veranstaltung frei genommen. Nur die Bücherhallen-Mitarbeiterinnen genießen die Abwechslung von ihrem Alltag in voller Länge. Kaffee, Saft, Snacks, Pausen – Fehlanzeige!
Punkt Zwölf ist es dann doch noch geschafft: Mit einer Urkunde, Tickets fürs Museumsdorf Volksdorf und dem Gutschein für eine Märchenerzählerin streben Lehrerin Angelika Vellmer und ihr Gewinnerteam zum Nebenausgang.
Und dafür gab´s den ersten Preis: Die jetzige Klasse 2a bastelte im ersten Schuljahr „Das Haus der 21 Bücher“. Es ist ein Leporello, in dem jedes Kind sein eigenes ‚Haus’ gestaltet hat. Alle Häuser sind miteinander verbunden und werden durch Laubsägehäuserfronten geschützt. Wird eine Tür mit einem „Schlüssel“ geöffnet, verbirgt sich dahinter die jeweilige Lieblingsgeschichte des Kindes aus der Lesekiste. Diese wird den ersten und zweiten Klassen von den Bücherhallen für ein halbes Jahr ausgeliehen. Sie enthält Bücher für Leseanfänger.
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