Baustelle Schule: Die Pläne des Senators für die Elbvororte

Die Schule Röbbek gammelt vor sich hin, im Rissener Gymnasium wurde Asbest im Innenputz gefunden: Schulsenator Ties Rabe nimmt Stellung zu Schulproblemen in den Elbvororten. (Foto: cv)

Blickpunkt Elbvororte: Teil 2 des Interviews mit Schulsenator Ties Rabe (SPD)

Elbe Wochenblatt: Wie soll das Asbest-Problem im Gymnasium Rissen - das noch nicht in der öffentlichen Debatte gelandet ist - gelöst werden?
Ties Rabe: Im Zuge einer Untersuchung wurde festgestellt, dass im Gymnasium Rissen Asbest fest gebunden in den Innenputzen der Wände vorhanden ist. Von den Gebäuden geht weder eine Gesundheitsgefahr aus noch bestehen Nutzungseinschränkungen. Für alle Arbeiten an den Putzen werden die besonderen Vorschriften der Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 519) angewandt.
EW: Wo kommt in Rissen die Stadtteilschule (Zweigstelle der Stadtteilschule Blankenese) hin?
TR:In Rissen ist ein Standort der Stadtteilschule Blankenese mit zwei bis drei Zügen in der Sekundarstufe I vorgesehen. Zur Frage des dauerhaften Standorts des Stadtteilschulangebots in Rissen wird derzeit eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, in der sowohl der Standort des Gymnasiums Rissen als auch die Schule Iserbarg betrachtet werden. Die Ergebnisse werden für Ende Dezember erwartet.
Der aktuelle Sachstand zur Machbarkeitsstudie ist wie folgt: Die Machbarkeitsstudie wurde Ende Juni beauftragt und soll bis Ende Dezember fertiggestellt werden. Es soll im Rahmen der Studie geprüft werden, ob der Errichtung einer dreizügigen Stadtteilschule (Sekundarstufe I und II, Klassen 5 bis 13) in Rissen am Standort des Gymnasiums Rissen (Voßhagen 15) oder alternativ an der Schule Iserbarg (Iserbarg 2) der Vorrang zu geben ist.
EW: Wann wird die Stadtteilschule Goosacker auf das Gelände der jetzigen H6 Ebertallee/Osdorfer Landstraße ziehen?
TR:Der Zeitpunkt des Umzugs der Stadtteilschule Goosacker auf das Gelände der jetzigen H6 Ebertallee/Osdorfer Landstraße ist derzeit noch ungewiss, da der Schulent- wicklungsplan für Berufsbildende Schulen noch nicht vorliegt.
EW: Gibt es Pläne, aus dem Gebäude Röbbek wieder ein lebendiges Schulgebäude zu machen, also dort eine Schule beziehungsweise Klassenräume unterzubringen? Oder gehört das Gebäude nicht mehr zur Dispositionsmasse der Schulbehörde?
TR:Der Entwurf für den Schulentwicklungsplan 2012 schlägt keine weitere schulische Verwendung des Standortes mehr vor. Trotzdem wird erst der Beratungs- und Beteiligungsprozess, und dann der abschließende Beschluss der Deputation im Februar 2012 abgewartet, bis es Entscheidungen über die weitere Verwertung gibt. Grundsätzlich würde bei einem beabsichtigten Verkauf aber folgendes gelten: Sollte es zu einem Verkauf kommen, ist dies unabhängig von der Frage des Denkmalschutzes. Ein Abriss vor oder auch nach einem Verkauf wäre jedoch nicht möglich.
Interview: Anna Sosnowski und Carsten Vitt
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.