Baum im fremden Kleingarten abgesägt

Ernst Ertel ist sauer: Unbekannte sägten den vier Meter hohen Weißdorn sauber ab. (Foto: pr)

Besitzer sind wütend und ratlos – Anzeige erstattet

Iserbrook - Es ist Sonntag, die Sonne lacht. Was gibt es da Schöneres, als ein paar Stunden im Garten zu verbringen? Das dachten sich auch Brigitte und Ernst Ertel und machten sich auf den zehnminütigen Weg vom Holtbarg zu ihrem Kleingarten, den sie vom Bauverein der Elbgemeinden (BVE) angemietet haben. Doch aus der Entspannung wurde nichts. Unbekannte waren in ihren Garten eingebrochen und hatten einen Baum an-, einen anderen abgesägt.
„Als wir vor unseren Garten standen, dachte ich erst, unser Schloss am Gartentürchen sei kaputt. Es hing so seltsam da“, erinnert sich Brigitte Ertel. „Wir wollten aufschließen, da fiel es einfach hinunter.“
Doch das war nur der Anfang der bösen Überraschungen. „Wir kamen in den Garten und sahen, dass unser Weißdornbaum umgekippt war. Zuerst dachte ich, der Wind hat ihn umgehauen. Doch als wir näher gingen, wurden wir eines Besseren belehrt“, sagt Ernst Ertel grimmig. „Der Baum war ungefähr in 1,60 Meter Höhe sauber abgesägt worden. Und nicht nur das: Damit man überhaupt an den Baum rankam, wurden an dem daneben stehenden Baum auch noch im unteren Bereich Äste abgesägt.“
Die Ertels hatten Glück im Unglück: Der abgesägte Weißdornbaum war auf der Hecke gelandet. Ein bisschen tiefer, und der vier Meter hohe Baum wäre auf das Dach des Gartenhäuschens auf dem Nachbargrundstück gekracht. „Mein Mann hat sofort die Äste abgesägt und den Baum von der Hecke weggezogen“, so Brigitte Ertel.
Das Ehepaar war schockiert – und richtig wütend. „So ein Baum wächst da so schnell nicht wieder“, sagt die Rentnerin mit Empörung. „Wer macht nur so etwas? Und warum? Streit mit den Nachbarn haben wir nicht. Sollte der Baum etwas verschattet haben, hätte man mich ja ansprechen können. Wir hätten eine Lösung gefunden. Aber einfach so abholzen, das geht gar nicht!“
Das Ehepaar hat den Einbruch angezeigt. Dem Vermieter des Gartens, dem BVE, ist ein ähnlicher Vorfall nicht bekannt. „Um den Mitgliedern etwas Sorge abzunehmen, kümmern wir uns um die Entsorgung des abgesägten Baumes“, sagt Pressesprecher Sönke Petersen.
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