Bauen, kassieren, Sportplätze erneuern?

Theoretisch eine gute Idee: Erst sollen die Tennisplätze vom Blomkamp und vom Windmühlenweg an den Hemmingstedter Weg verlagert werden... (Foto: vvo/pixelio)

SPD und Grüne wollen Tennisplätze verlagern, Baugrund verkaufen und mit dem Geld Sportplätze am Hemmingstedter Weg erneuern

- Osdorf - Die Idee von SPD und Grünen zur Modernisierung der Sportplätze am Hemmingstedter Weg erscheint auf den
ersten Blick eingängig: Die Tennisplätze am Bahrenfelder Blomkamp und Flottbeker Windmühlenweg werden an den Hemmingstedter Weg verlagert, freie Flächen als Baugrund verkauft und von den Einnahmen die Sportplätze am Hemmingstedter Weg modernisiert. Doch ob das klappt, erscheint fraglich: Das Geld aus dem Platzverkauf als Bauland bekommt nicht der Bezirk.
Die Sportplätze am Hemmingstedter Weg sind nicht gerade im besten Zustand. Sie sollten dringend modernisiert werden. Dazu wären etwa 7,5 Millionen Euro nötig. Doch Hamburg hat das Geld nicht.
Die Sportvereine witterten Morgenluft, als ein Investor am Hemmingstedter Weg bauen und dafür die Sportplätze modernisieren wollte. Doch das Bauvorhaben scheiterte am Bürgerprotest.
Jetzt haben sich SPD und Grüne eine „Geld-Durchreiche-Lösung“ überlegt: Die insgesamt 17 Tennisplätze im Blomkamp mit über 13.000 Quadratmeter und die im Flottbeker Windmühlenweg mit über 10.000 Quadratmeter sollen an den Hemmingstedter Weg ziehen. Die frei werdenden Flächen werden als Bauland verkauft. Mit dem Geld sollen die Sportplätze am Hemmingstedter Weg modernisiert werden.
Gute Idee, doch kaum umsetzbar. Warum? Werden die städtischen Flächen am Windmühlenweg und Blomkamp verkauft, bekommt der Bezirk den jetzigen Wert der Grundstücke als Sportflächen erstattet. Und der liegt weit unter den Einnahmen, die für Bauland erzielt werden könnten.
Der Erlös aus dem Verkauf der Flächen als Bauland landet im allgemeinen Haushalt und kann für alles Mögliche ausgegeben werden. Wie wird sichergestellt, dass der Verkaufserlös in den Hemmingstedter Weg investiert wird? „Das ist Gegenstand der jetzt anstehenden Verhandlungen der Behörden“, sagt Thomas Adrian, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona. Auf Deutsch:  Er kann es nicht garantieren. Alles ist in der Schwebe.
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