Ausflug von der Hadag gerettet

Am Wittenbergener Strand hatten die Kinder einen Tag lang richtig viel Auslauf und jede Menge Natur. (Foto: pr)

Neuer Fahrplan - Fahrt der ATSV-Kinder nach Wittenbergen drohte ins Wasser zu fallen

- Ch. Handke - Rainer Helmke, Jugendwart des Altonaer Turn und Sportvereins von 1899 (ATSV), brach der Schweiß aus vor Schreck, als er vor dem geplanten Ausflug ans Rissener Elbufer auf den Fahrplan der Hadag Niederelbe Fähre in Neumühlen guckte. Der Kasten war leer - kein Fahrplan. Helmke schwante Böses. Mit Recht.
Als er im Internet nachguckte, stellte er fest: Der Fahrplan 2012 hatte sich völlig geändert. Eine Katastrophe: Denn Helmke erwartete am Sonnabend einen Haufen Kinder. Um 10 Uhr sollten sie mit ihm und seiner Stellvertreterin Tina nach Wittenbergen schippern, um den Tag am Elbstrand zu verbringen.
Und nun fuhr die Fähre weder in Neumühlen ab, wo er die Kinder hinbestellt hatte - noch stoppte sie in Wittenbergen, wo sie hin wollten. Wieviele, welche Kinder kommen würden..... er wusste es nicht. Deswegen konnte der Jugendwart den Ausflug nicht mehr absagen, niemanden informieren.
Ende letzten Jahres hatte Helmke die Fahrt organisiert und vorher den Fahrplan studiert: „Da stand definitiv Saison 2012 drauf!“ sagt er.
„Kann nicht sein“, meint dagegen Hadag-Sprecherin Katharina Woyda. „Wir haben den Plan für 2012 erst im Februar erstellt, nachdem der Bundestag entschieden hat, dass die Binnenschiffahrt nicht mehr nur sieben, sondern 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen muss. Das Resultat: Wir mussten Fahrten streichen, fahren Neumühlen und Wittenbergen seitdem gar nicht mehr an.“
Was tun? Helmke entschloss sich, mit den Kindern an den Landungsbrücken in die Niederelbe Fähre zu steigen. Und die Hadag handelte unbürokratisch und machte für die ATSV-Kinder, so Woyda „eine ganz, ganz große Ausnahme!“: Die Fähre hielt außerplanmäßig in Wittenbergen, damit die Kinder dort aussteigen konnten. Und auf der Fahrt durften sie sogar zum Kapitän auf die Brücke!
Übrigens: Die ATSV-Kinder hatten einen wunderbaren Sonnentag am Rissener Elbufer. Zurück nach Altona gings dann aber doch lieber auf dem Landweg - per Bus und S-Bahn.
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