Angekettet!

So, bitte, nicht! Wer sein Rad an ein fremdes anschließt, verhält sich rücksichtslos.

Othmarscherin konnte nicht nach Hause radeln, weil ein Fremder sein Rad an ihres angeschlossen hatte

Walburga S. (Name der Redaktion bekannt) freute sich auf einen gemütlichen Abend, als sie zu den Fahrrad-ständern am S-Bahnhof Othmarschen ging. Sie wollte nach einem netten Nachmittag nur noch ihr Rad holen, um damit nach Hause zu fahren. Doch daraus wurde nichts: Ein anderer Radfahrer hatte sein Rad an ihres angekettet. Walburga S. kam nicht weg.
Die beiden Radständer am Eingang zum Aufzug waren dicht belegt. Doch Walburga S. hatte an diesem Donnerstagmittag Glück: Sie fand einen freien Stellplatz für ihr Rad. „Ich habe es angekettet und bin los zur Bahn. Das war so gegen 14 Uhr“, erinnert sie sich.
Als sie gegen 18.45 Uhr wieder in Othmarschen ankam, war das Unerwartete passiert: Ein anderer Radfahrer hatte sein Rad an Walburga S.´ Rad angeschlossen. „Die Räder waren Vorderrad an Vorderrad angeschlossen. Das fremde Schloss blockierte auch mein Vorderrad. Ich kam einfach nicht weg.“
Mittlerweile hatte es leicht zu schneien begonnen, es war kalt und dunkel. Verzweifelt überlegte Walburga S., wie sie ihr Rad von dem fremden Schloss befreien könnte, denn der andere Radfahrer kam einfach nicht. „Im ersten Moment dachte ich, ich mache das Schloss einfach kaputt“, erzählt sie. Doch dann bekam sie Gewissensbisse. „Das wäre Sachbeschädigung gewesen“, bestätigt Andreas Schöpflin, Pressesprecher der Polizei.
Um doch noch ihr Rad frei zu bekommen, rief sie entnervt die Polizei an. „Die sagten mir, sie kämen nicht. Es läge kein Personenschaden vor“, ist sie noch immer sauer.
Um dennoch irgendwie in die Wärme nach Hause zu kommen, hielt die verzweifelte Radlerin ein Taxi an. „War ganz schön teuer. Als ich dann am nächsten Morgen wieder hin ging, war das fremde Rad weg, und ich konnte auf meinem Rad nach Hause fahren. Das kommt alles nur daher, weil es am S-Bahnhof so wenige Fahrradständer gibt.“
„Es gibt 14 so genannte Bügel und 19 weitere Abstellmöglichkeiten“, informiert Kerstin Godenschwege, Pressesprecherin des Bezirksamts Altona. Sollten weitere Radständer aufgestellt werden, müsste das die Bezirksversammlung in Absprache mit dem Bezirksamt beschließen.
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2 Kommentare
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 31.12.2012 | 14:34  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 31.12.2012 | 14:41  
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