Abdriften auf die schiefe Bahn verhindern

Ein fester Händedruck unter Männern: Der zwölfjährige Loris und sein Pate Dietger Burghardt, der auch Leiter des KIrchenprojektes „Plan haben Hamburg“ ist, begrüßen sich zu Beginn ihres wöchentlichen Treffens.

Die kirchliche Initiative „Plan haben Hamburg“ sucht Paten für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien

Loris und Dietger treffen sich schon seit gut anderthalb Jahren, machen gemeinsam Ausflüge und sind gute Freunde. Eigentlich nichts Besonderes - wäre nicht Dietger Burghardt der Pate des zwölfjährigen Loris. Die kirchliche Initiative „Plan haben Hamburg“ bringt ehrenamtlich Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren aus benachteiligten Familien mit "Paten" zusammen, die den jungen Menschen Halt, Zeit und Wertschätzung geben.
Mindestens ein Jahr lang trifft sich der Pate einmal wöchentlich mit „seinem“ Jugendlichen, gibt ihm Zuwendung und Orientierung. So, wie es bei Loris und Dietger ist. „Manchmal verbringe ich auch einen ganzen Tag mit Dietger. Wir waren schon im Klimahaus in Bremerhaven und auf der Automeile in Nedderfeld. Und er hat mir geholfen, mein Rad zu reparieren“, erinnert sich Loris. Manchmal ruft Loris Dietger auch einfach so an, beispielsweise „wenn es Stress in der Schule gibt oder ich einfach Lust habe, mit ihm zu reden.“
Als Pate weiß Dietger Burghardt: „Die Kinder und Jugendlichen genießen es, einmal ganz im Mittelpunkt zu stehen und einen Mensch zu erleben, der Zeit für sie hat, sie Wert schätzt und verlässlich ist. Als das kann helfen, ein Abdriften auf die schiefe Bahn zu verhindern.“
Das Alter der Paten ist unerheblich: „Unsere Paten sind im Alter zwischen 20 und 70 Jahre. Zum Schutzes des Kindes muss jeder angehende Pate ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen“, so Burghardt.
Derzeit mangelt es an Paten. „Wir suchen besonders dringend Frauen, die sich als Patinnen engagieren möchten. Jede Patenschaft wird von uns begleitet. Wir veranstalten Schulungen und Austauschabende mit Fachkräften. Bei Bedarf bekommen die Paten auch eine Aufwandsentschädigung für entstandene Kosten“, wirbt Burghardt. „Schenken Sie einem jungen Menschen eine Perspektive!“

Info-Abend
Donnerstag, 1. Dezember
18.30 Uhr
Diakonieverein
Mühlenberger Weg 57
Tel. 87 97 16-0
www.diakonieverein-hh.de
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