84-Jährige kämpft für mehr Sicherheit

Sie setzte sich erfolgreich für die Verlegung der Bushaltestelle am EEZ ein: Gerda Hoffmann (84). (Foto: cvs)

Gerda Hoffmann machte sich für die Verlegung der Bus-Haltestelle vor dem EEZ stark

von Christopher v. Savigny, Osdorf - Sie gab nicht auf: Eineinhalb Jahre hat Gerda Hoffmann für die Verlegung der Bushaltestelle am Elbe Einkaufszentrum (EEZ) gekämpft und schrieb immer wieder Briefe an die Hamburger Verkehrsbetriebe (HVV). Seit ein paar Wochen steht die Haltestelle an ihrem neuen Standort – einige Meter weiter vom Straßenrand entfernt.
„Der Warteplatz ist sehr oft von den Besuchern des EEZ voll belegt“, so die Klein-Flottbekerin. „Bei der alten Haltestelle waren die Behinderten häufig im Nachteil, weil sie von den anderen Fahrgästen zurückgestoßen wurden und es kaum noch rechtzeitig zum Bus schafften.“ Jetzt freut sich Hoffmann, dass ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt waren. „Ich denke, dafür hat sich der HVV ein Lob verdient!“
Für den Austausch des Unterstands ist die Firma JCDecaux verantwortlich, die zurzeit alle 2.100 Bushaltestellen in Hamburg erneuert. Die modernen, verglasten Fahrgastunterstände wurden von Star-Architekt Sir Norman Foster designt.
Die Bushaltestelle am Elbe Einkaufszentrum – Richtung stadteinwärts – wird von sehr vielen EEZ-Kunden genutzt. Allein sechs Buslinien halten hier. Zwischen Wartehäuschen und Einstiegsstelle verläuft ein stark genutzter Radweg. Nun stehen die HVV-Kunden an der Bushalte vor dem EEZ also nicht mehr ganz so gedrängt: „Die Verlegung der Haltestelle dient zur Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände zur Fahrbahn wie auch zum Radweg, um Fußgänger und wartende Fahrgäste nicht zu gefährden“, erläutert JCDecaux-Firmensprecherin Frauke Bank. Der neue Standort ist mit der Hamburger Hochbahn, der Polizei und der Behörde abgesprochen worden.
Anwohnerin Gerda Hoffmann (84) setzt sich seit Jahren für ihren Stadtteil ein. „Ich bin gerne aktiv, weil mich das fit hält“, sagt sie. Lange Zeit war sie Mitglied im Bürgerverein Flottbek-Othmarschen. „Dass sie sich auch in ihrem Alter noch so engagiert, davor muss man wirklich den Hut ziehen“, lobt dessen Vereinsvorsitzender Manfred Walter.
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