800 Quadratmeter für Stadtteilprojekte

10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche: So soll die sanierte Rindermarkthalle ab 2014 ihren Kunden präsentieren. (Foto: lohmann architekten)

Rindermarkthalle: Entscheidung über Nutzung des Obergeschosses gefallen

- Christopher v. Savigny, St. Pauli - Die Würfel sind gefallen: Von den ursprünglich 25 Stadtteilprojekten, die sich beworben hatten, dürfen neun im Frühjahr 2014 ins Obergeschoss der sanierten Rindermarkthalle einziehen.
So hat es die zuständige Vergabekommission entschieden. Zu den neuen Mietern zählen Künstlergruppen, eine Malschule sowie die Kulturloge Hamburg. Entscheidend bei der Vergabe waren laut Findungskommission der Stadtteilbezug und die soziale Ausrichtung.
Auch die Nähschule St. Pauli, die seit 15 Jahren ihren Sitz in der Sternstraße hat, darf sich auf neue und größere Räume freuen. „Bisher hatten wir nur 21 Quadratmeter zur Verfügung, das reichte gerade mal für zwei Kursteilnehmer“, berichtet Leiterin Rosi Bätz. Künftig darf die Nähschule rund 60 Quadratmeter für sich beanspruchen – Platz genug für fünf bis sechs Personen, die gerne die Kunst des Nähens erlernen wollen.
Seit über drei Jahren steht die Rindermarkthalle leer. Als letzter Mieter hatte Walmart den Betrieb eingestellt. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Sanierung im April nächsten Jahres abgeschlossen sein. Ins Erdgeschoss werden ein
Edeka-Markt, eine Aldifiliale und ein Budni-Drogeriemarkt einziehen. Außerdem ist ein überdachter Markt mit 20 Ständen geplant – ähnlich dem Mercado in Altona. Der Mietvertrag läuft über zehn Jahre.
Die Vergabe der Räume im 800 Quadratmeter großen Obergeschoss stand lange Zeit unter keinem guten Stern: So hatte die Anwohnerinitiative „Wunschproduktion“ zwar zum Mitplanen eingeladen und eine große Fragebogenaktion gestartet. Doch dann zogen sich die Mitglieder überraschend aus dem Beteiligungsprojekt zurück. Angeblich habe Edeka als künftiger Betreiber seine Entscheidung bereits getroffen, so der Vorwurf damals. „Der Drops ist längst gelutscht“, sagte Ini-Mitglied und Anwohner Nils Boeing. In Wahrheit sei niemand auf die Ideen der Anwohner eingegangen, die sich Proberäume und Werkstätten gewünscht hätten.
Mit der Vergabe der Räume ist nun endlich wieder Ruhe eingekehrt. „An uns ist jedenfalls keine Kritik herangetragen worden“, sagt Torsten Hönisch vom beauftragten Projektent- wickler Maßmann & Co. Die Räume im ersten Stock werden zum „Selbstkostenpreis“ von fünf Euro pro Quadratmeter vermietet. „Ich finde, dass wir eine richtig gute Mischung hinbekommen haben“, so Hönisch.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.