Kann Kunst die Welt retten? "Blankeneser Gespräche" am Donnerstag, 12. September:

Eröffnung der Ausstellung im Gemeindesaal am 21. August im Blankeneser Gemeindehaus. (Foto: Cornelia Strauß)

Thomas Sello, Museumspädagoge a. D. der Hamburger Kunsthalle, im Dialog mit dem Kurator der Ausstellung "Arte SusteMobile", Samuel J. Fleiner

Cornelia Strauß, Blankenese - Sind es futuristische Bewegungsapparate? Außerplanetare Gestalten oder heitere Kreationen aus altem Plastik, Eisen, Holz - oder aber ist es Kunst? Diese Fragen treibt zur Zeit die Besucher des evangelischen Gemeindehauses und der Kirche Blankenese um.

Dort stehen rund 100 Arbeiten von über 70 Künstlern aus 17 Ländern. "Arte susteMobile" heißt die Ausstellung, die der international engagierte Kurator Samuel J. Fleiner hier installiert hat. Die Projekte schweben in der Luft, stehen neben dem Klavier, warten auf der Kirchenempore und im Chorraum der Kirche auf neugierige Besucher. Es sind ungewöhnliche Skulpturen, Textilkunst, Installationen, Gemälde. Die Ausstellung "Arte susteMobile" vermittelt mit überraschenden Ideen konkrete und bildliche Vorstellungen zu dem Begriff "Nachhaltigkeit" und macht ihn für Groß und Klein erlebbar.

In den "Blankenser Gesprächen" diskutiert am Donnerstag, 12. September, 15.30 – 18 Uhr, der frühere Kunstpädagoge der Hamburger Kunsthalle, Thomas Sello, mit dem Kurator der Ausstellung, Samuel J. Fleiner, vom Verein Kunst Gesundheit und Bildung e. V. die Frage: "Nachhaltigkeit und Kunst – geht das zusammen?" Der Dialog findet im evangelischen Gemeindehaus zwischen den Kunstwerken selbst statt, die dort aufgebaut sind (Mühlenberger Weg 64 a, 22587 Hamburg-Blankenese). Das Projekt Arte Sustenibile, (Nachhaltige Kunst), aus dem die Ausstellung Arte SusteMobile hervorging, steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Schirmherrinnen der Hamburger Ausstellung sind Bischöfin Kirsten Fehrs und die Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau.

Nachhaltigkeit und Kunst liegen seit jeher im Spannungsfeld. Unsere Gesellschaft zerfließt in Gebrauchskunst. Sie äußert sich in öffentlichen Kommunikationsformen, findet sich wieder in der Werbung, im Internet, auf den Graffitis der Häuser. Diese Gebrauchskunst ist nicht nachhaltig, sie ist flüchtig. Kunst als gesellschaftliche Orientierung hatte hingegen immer das Ziel, über die Zeit hinaus zu wirken, eine Inspiration für die nächste Generation zu sein. Was wäre die heutige Kunst ohne die Anregungen aus der ägyptischen, mesopotamischen, griechischen oder römischen Kunst? Und wie ist es heute: Welche gesellschaftlichen Impulse vermittelt die Ausstellung "Arte susteMobile"? - Eintritt: 5 Euro.
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