Der Prophet Joban

„Kennst du die Gebote eines gewissen Joban?“ fragte mich jüngst meine ehemalige Verlobte beim Frühstück und knitterte unwirsch mit der Zeitung. „Wieso ich?“ fragte ich, noch nicht ganz entmorpheusiert.

„Du weißt doch immer alles über das Altertum. Könnte ja sein, dass der da bei Jericho, bevor sie die Mauer niedermusiziert haben, irgendwo gelebt hat.“ „Joban? - Jordan gibt’s, das ist ein Fluss“, versuchte ich abzulenken. „Das hätte ich auch gewusst, dass die Wupper da unten Jordan heißt!“

Ich musste also etwas nachliefern. „ Könnte sein, dass es etwas mit Hiob zu tun hat. Job ist eine Kurzform von Hiob und Joban vielleicht sein Sohn?“ „Ach, wie bei Grobi und Grobian?“ „Geschenkt, war ein Scherz.

Was ist denn mit dem Joban?“ „Der muss ein Gebot erlassen oder bei einer Versteigerung eins abgegeben haben, was weiß ich!“ „Ich kenne nur Bieter Moses und seine zehn Gebote“, versuchte ich einen saftigen Witz. „Nee, hier steht eindeutig Joban-Gebot!“ „Zeig!“ - Was dort stand, war ein Artikel über Stellenvermittlung, und es war von einem „Jobangebot“ die Rede.

Manchmal könnte ich sie schießen. Ich weiß nicht, ob sie das extra macht. Jedenfalls bräuchte ich dazu ihren Joban. Wenn man die Reihenfolge der Buchstaben umkehrt, erhält man Naboj. Das ist Polnisch und bedeutet Patrone!
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Franz Firla aus Blankenese | 09.02.2017 | 06:36  
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