Baumarktkette Max Bahr ist insolvent

(Foto: ch)
- Hamburg-West - Nach der Pleite der Praktiker-Baumärkte Anfang Juli, hat nun auch die Unternehmenstochter Max Bahr beim Amtsgericht Hamburg wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Wie das Unternehmen mitteilte, habe sich vor dem Hintergrund der Pleite des Mutterkonzerns Praktiker ein Warenkreditversicherer zurück- gezogen und unterstütze Lieferanten nicht mehr. „Wirtschaftlich geht es Max Bahr nicht schlecht, aber wenn keine Ware mehr reinfließt, können wir nicht mehr verkaufen“, sagt Unternehmenssprecherin Jessica Horn. Für die Kunden solle sich vorerst nichts ändern. Horn betont: „Die Läden bleiben ganz normal geöffnet und der Verkauf geht weiter.“
Max Bahr beschäftigt bundesweit 3.700 Mitarbeiter an 132 Standorten. Im Hamburger Westen gibt es drei Märkte: in Altona in der Jessenstraße, in Osdorf am Rugenbarg und in Stellingen in der Kieler Straße. In Altona müssen nun 30 Teil- und Ganztagskräfte um ihre Jobs bangen, in der Osdorfer Filiale sind es 50 und in Stellingen 80. Ihr nächstes Gehalt bekommen die Max-Bahr-Mitarbeiter nicht mehr von ihrem Arbeitgeber ausgezahlt, sondern als Insolvenzgeld über die Arbeitsagentur. Im Zuge des Insolvenzplanverfahrens soll die wirtschaftliche Lage des Unternehmens geklärt, eventuell sollen neue Investoren gesucht werden. AS/KI
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