Polo Club doch nicht in der ersten Liga

Nach fünf Aufstiegen in Folge ist den Herren des HPC der sechste – nämlich der in die Feldhockey-Bundesliga – am Ende nicht gelungen. Foto: hpc

Hockey: Verletzungspech kostete den sechsten Aufstieg in Serie

Jens Beeskow, Hamburg-West

Bereits vor dem letzten Spieltag der Zweiten Feldhockey-Bundesliga steht fest: Die
Hockeyherren des Hamburger Polo Clubs werden nach fünf Aufstiegen in Folge den sechsten nicht mehr schaffen. Spielertrainer Matthias Witthaus ist darüber auch nicht allzu unglücklich, steht doch im Kader jetzt erneut ein Umbruch an.
„Natürlich hätten wir auch diesen Aufstieg gern mitgenommen, aber letzten Endes muss man klar sagen, dass es uns insgesamt eher guttut, nicht aufgestiegen zu sein, denn der Sprung in die erste Liga wäre schon ein extrem großer gewesen“, weiß Witthaus aus eigener, langjähriger Erfahrung. „Wir hätten schon sehr rotieren müssen, um dort oben nicht regelmäßig abgeschossen zu werden. So haben wir dieses Jahr wunderbar nutzen können, um unser Team weiter aufzubauen und zusammenwachsen zu lassen.“ Schon der Aufstieg in die Zweite Liga sei nicht leicht gewesen. Immerhin habe die Hälfte der Mannschaft vor wenigen Jahren noch in der Oberliga gespielt. „Die Jungs haben das aber super gelöst, und wir können mehr als zufrieden sein mit der Saison. Wir haben als Aufsteiger lange oben mitgehalten und den Topteams Paroli geboten.“
Matthias Witthaus künftig nur noch Trainer
Am Ende war es auch das Verletzungspech in der zweiten Saisonhälfte, das womöglich ein noch besseres Abschneiden verhindert hat. Erfahrene Leistungsträger wie Ricardo Nevado, Kapitän Sven Lindemann, Oliver Binder oder Nico Sonnenschein waren fast die komplette Rückrunde ausgefallen. Carlos Nevado und Tim Witthaus haben ebenfalls mehrere Spiele gefehlt.
Fest steht, dass einige „alte Recken“ ihre aktive Laufbahn endgültig beenden. Tim Witthaus und Nico Sonnenschein werden am 11. Juni gegen Hannover 78 definitiv ihr letztes Spiel für Polo bestreiten. Und auch Matthias Witthaus selbst wird sich künftig nur noch auf den Job als Trainer und Sportlicher Leiter des Clubs konzentrieren und nach 18 Jahren im Herrenhockey den Schläger in die Ecke stellen. „Das Drumherum wird immer professioneller. Dem muss man auch gerecht werden. Außerdem wird es auch Zeit, den jungen Wilden Platz zu machen.“ Denn das Konzept sieht auch vor, den Abgang der erfahrenen Spieler mit Talenten um die 20 Jahre zu kompensieren.
Die österreichischen Nationalspieler, die in der Liga bereits für Furore gesorgt hatten, haben ihr Bleiben bereits zugesagt. „Die Jungs sind natürlich begehrt. Vor allem Leon Thörnblom, der nicht nur für mich der beste Spieler in der Liga in dieser Saison war, hat mehrere Angebote, will aber unseren Weg weiter mitgehen.“ Auch Routinier Carlos Nevado wird noch eine Saison dranhängen. Und auch Coach Witthaus hält sich noch ein Hintertürchen offen. Noch eine Saison in der Hallenhockey-Bundesliga zu spielen, könne er sich durchaus vorstellen.
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