Der beste Aufsteiger der Neuzeit

Gesunde Ernährung hilft bei Stressabbau – Teutonias Trainer Sören Titze. Foto: GE

In der Fußballoberliga ist FC Teutonia der Hecht im Karpfenteich

Gerd Eichbaum, Ottensen
Alle sind sich schon vor Beginn der neuen Fußballsaison einig gewesen. „Das ist kein normaler Aufsteiger.“ Selbst der Angesprochene. Die Rede ist vom FC Teutonia 05, dem schreibende Freunde markiger Worte bereits das marktschreierische Etikett „Koloss von der Kreuze“ angeklebt haben.Nach dem Durchmarsch durch die Landesliga Hammonia hat die erneut mächtig aufgerüstete Mannschaft unter ihrem Trainergespann Sören Titze/Matthias Reincke bislang auch in Hamburgs höchster Spielklasse je nach Sichtweise alle Befürchtungen oder Erwartungen vollauf bestätigt. Gemeinsam mit der TuS Dassendorf, seit 2014 ununterbrochen hamburgischer Fußballmeister, betrachtet sie den Rest der Oberliga nach wenigen Spieltagen bereits von der Spitze aus.

Finanzielle Ausstattung weit über dem Existenzminimum

„Es hat noch einmal ein Umbruch stattgefunden“, gibt Titze unumwunden zu. Für den 32-jährigen, langjährigen Oberligaspieler des TSV Buchholz 08, der seit neun Jahren nur einen weiten Abschlag von der Kreuzkirche entfernt wohnt, sind die Mottenburger erst die zweite Trainerstation.
Aber er darf aus dem Vollen schöpfen. Obwohl Titze den Verein noch nicht auf Augenhöhe mit den Liga-Schwergewichten Dassendorf, Victoria, Concordia und BU sieht, bedienten sich Teutonia und sein sportlicher Leiter Bert Ehm für ihre Neuzugänge bereits bei Dassendorf und Concordia. Schon das lässt erahnen, dass die von Sponsoren bereit gestellte finanzielle Ausstattung weit oberhalb des Existenzminimums für die fünfte Liga liegt.
Damit hat sich aber auch der Kesseldruck erhöht. „Dieser Situation bin ich mir bewusst“, sagt Titze. Gerade hat Pascal Pietsch nach zwei Jahren aufgrund des gesteigerten Drucks den Klub wieder verlassen. Teutonia reagierte prompt und verpflichtete Onur Saglam. Der frühere Dassendorfer und Regionalligaspieler des Lüneburger SK spielte zuletzt für den türkischen Drittligisten Manisaspor.
Auf den Verein kommen auch noch ganz andere Probleme zu. „Natürlich ist es schwierig, diese Mannschaft in den Verein zu integrieren. Das wird eine unserer wichtigsten Aufgaben in den kommenden Monaten sein“, sagte Teutonias Vorsitzender Diddo Ramm, der seinen Verein gern als integratives Vorbild darstellt.
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