Zwei Kunstpioniere aus Rissen

Zwei Kunstpioniere: Linn Janssen (li.) und Philine Schmittner. (Foto: mik)

Linn Janssen, Philine Schmittner und ihr Kunstkurs des Gymnasiums nehmen an Pilotprojekt teil

Miriam Kopf, Rissen – Die ersten „Kunstpioniere“ Hamburgs kommen aus Rissen. Linn Janssen und Philine Schmittner sind zwei von ihnen. Die beiden Schülerinnen des Gymnasiums Rissen haben mit ihrem Kunstkurs Anfang des Jahres an dem gleichnamigen Pilotprojekt teilgenommen. Das Ergebnis: Eine Ausstellung und die Teilnahme am Deutschen Jugendfotopreis.

Kunstpioniere - was ist das?
Der Fachbereich Bildende Kunst der Schulbehörde hat das Projekt ins Leben gerufen. Schulen und Museen sollen stärker miteinander kooperieren.

Wie soll das gehen?
Ein Beispiel Gymnasium Rissen: Der elfköpfige Kunstkurs der Klasse 12 hat sich mit einer Ausstellung junger Hochschulabsolventen in den Deichtorhallen beschäftigt. Als Kunstreporter befragten sie Künstler und Kurator. Kunstforscher waren sie im Theorieteil, in dem sie sich mit den Werken der Künstler auseinandersetzten. Angelehnt daran entwickelten sie als Künstler eigene Fotos. Als „Kurator“ dann planten und bewarben sie ihre eigene Ausstellung, die sie einen Tag lang im Haus der Fotografie durchführten.

Was kam dabei raus?
Linn beispielsweise war von einem Künstler angetan, der den Weg eines Verstorbenen nachzeichnete. Die 18-Jährige bat bei Freunden und Verwandten um Erbstücke und setzte diese fotografisch in Szene. Ihr Titel: „Was bleibt“. Philine orientierte sich an Ausstellern, die Alltägliches festhielten. Die 18-Jährige fotografierte die Reeperbahn in all ihren Facetten. Ihr Thema: „Um halb eins“.
Beide Werke wurden von ihrer Kunstlehrerin Nina Klöpper beim Deutschen Jugendfotopreis eingereicht und kamen dort sogar in die engere Auswahl.

Was bringt das Projekt?
Dank der finanziellen Mittel der Behörde blickten Linn, Philine und ihre Mitschüler hinter die Kulissen. Sie bekamen Tipps von Profis, die sie im reinen Schulunterricht nicht bekommen hätten.

Wie geht es weiter?
Für den Rissener Kunstkurs ist das Projekt abgeschlossen. Im kommenden Schuljahr werden sich weitere Schüler aus zehn Hamburger Schulen als die nächsten „Kunstpioniere“ bei den Museen vorstellen.
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