Wo ist denn der Baum hin?

Trauriges Bild: Nur noch ein Stumpf ragt aus dem Erdreich heraus. Foto: rs

Viele Besucher der Waitzstraße fragen nach dem prächtigen
Baum am Eingang zum S-Bahnhof

Von Reinhard Schwarz. Jahrzehntelang spendete er Schatten - doch kürzlich wurde er gefällt, der Baum zwischen der Waitzstraße 19 und 21. Angeblich, weil er morsch war. Jetzt ragt nur noch ein Stumpf aus der Erde. Viele Kunden in den umliegenden Geschäften erkundigen sich nach dem Verbleib des Baumes, bestätigen viele Mitarbeiter. „Zu uns kommen viele Kunden, die ganz erschrocken sind, dass der Baum weg ist“, sagt Martina Voss, Verkäuferin in einem Spielwarengeschäft.
Auch Floristmeisterin Birgitt Hester bedauert, dass der Baum gefällt wurde: „Wir werden oft darauf angesprochen. Die Leute wollen wissen, warum der Baum weg sollte.“ Zumal es sich um eine seltene Sorte handelte, so die Floristin: „Das war ein Sorbus, ein Mehlbaum, ein sehr schöner Baum, der allerdings krank war. Der musste tatsächlich weg. Schon beim letzten Sturm sind armdicke Äste runtergekommen, nicht auszudenken, wenn da jemand verletzt worden wäre. Man sah es dem Stamm nicht an, aber die Äste waren morsch.“ Der Platz sei nun aber so „guckig geworden“,
so licht.
Doch nicht jeder empfindet den Verlust. „Ich finde, der Platz ist etwas heller geworden“, sagt Wolfgang Schröder (69), Rentner aus Lübeck. „Der Platz hat etwas gewonnen durch die hellere Umgebung.“
Im vergangenen Herbst hatten Mitglieder der offenen Strickgruppe „Nadelstärke 3“ den Mehlbaum und andere Gewächse für sich entdeckt und mit Selbstgefertigtem verziert. Die Strick-Aktion kam bei den Besuchern und Passanten gut an. Leute aus ganz Hamburg
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