Wo gehts zur Hochzeitskirche?

Wer sich in Nienstedten nicht auskennt, dem könnte ein Hinweisschild helfen, die bekannte Kirche zu finden. (Foto: haack)

Hinweisschilder zu Nienstedtener Sehenswürdigkeiten sollen Ortsunkundigen die Orientierung erleichtern

Nienstedten - Mal einen Blick auf den International Seegerichtshof werfen? Oder einmal die berühmte Lindenterrasse bestaunen, die Max Liebermann in seinem Gemälde verewigte? Wäre für Touristen ja mal eine schöne Sightseeing-Tour. Nur: Wo sind die Orte? Jetzt setzen sich die Mitglieder des örtlichen Bürger- und Heimatvereines gemeinsam mit Politikern dafür ein, dass die Wege zu den Sehenswürdigkeiten ausgeschildert werden.

Was soll es geben?
Schilder, die an belebten
Orten im Stadtteil aufgestellt werden und auf einzelne Sehenswürdigkeiten mit Entfernungsangaben hinweisen. Mögliche wäre auch ein ausgeschilderter Rundweg zu allen Sehenswürdigkeiten Nienstedtens. Dieses „Fußgänger-Leitsystem“, wie es im Beamtendeutsch heißt, ermöglicht Orts-unkundigen die Orientierung.

Gibt es das schon in einem Stadtteil?
Ja, in Blankenese. Dort wurden im vergangenen Sommer 410 Schilder an 70 Standorten aufgestellt, die auf Sehenswürdigkeiten und andere wichtige Orte in Blankenese hinweisen.
Wie lange dauerte es, bis die Schilder in Blankenese aufgestellt wurden?
Über zehn Jahre. Der dortige Bürgerverein ließ nicht locker, machte immer wieder Vorschläge, plante und entwickelte das Konzept mit der Politik.

Und was soll jetzt in Nienstedten passieren? 

Im Bezirksamt Altona wird geprüft, ob genügend Touristen den Stadtteil besuchen, die Schilder also Sinn machen. Außerdem muss geklärt werden, woher das Geld für die Anschaffung und Unterhaltung der Schilder kommen soll.
In Blankenese beteiligt sich die Wirtschaftsbehörde an den Kosten für die Schilder, nämlich mit 56.000 Euro pro Jahr. Begründung: Die Schilder fördern den dortigen Einzelhandel (Quartiersmanagement).
„In Nienstedten gibt es nicht so viele Geschäfte, dass sich ein Quartiersmanagement lohnen würde“, sagt die Sprecherin der Wirtschaftsbehörde, Susanne Meinecke. Also keine Förderung seitens der Wirtschaftsbehörde für Hinweisschilder in Nienstedten.
Bezirksamts-Chefin Liane Melzer steht dem Schilder-
Projekt positiv gegenüber: „Solche Schilder würden bestimmt supergut ankommen. Das wäre für Nienstedten und all seine Schönheiten klasse.“

Wann ist in Nienstedten mit Schildern zu rechnen?
„Ich bin ganz optimistisch und hoffe erst einmal, dass sie überhaupt kommen. Vielleicht so Ende 2016 oder Anfang 2017. Früher ganz sicher nicht“, so Wolfgang Kaeser, Mitglied der SPD-Fraktion
Altona.
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