Wo geht´s denn hier zur Elbe?

An 70 Standorten weisen die Schildern Ortsunkundigen in Blankenese den Weg. (Foto: ch)

Jetzt weisen Schilder Touristen den Weg

Blankenese - Den Stadtplan fest in der Hand, steht die Frau an der Ecke Oesterleystraße/ Balnkeneser Bahnhofsstraße. Sie dreht und wendet den Plan, scheint aber den Weg nicht zu finden. „Wo geht´s denn hier zur Elbe?“, fragt sie in gebrochenem Deutsch eine Passantin. Die bleibt stehen und erklärt der Touristin den Weg zum Strand. Diese Szene gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Denn jetzt weisen Schilder den Weg durch´s Treppenviertel und zur Elbe. Am Dienstag, 18. August, wird das „Fußgängerleitsystem“, wie die Wegweiser im Beamtendeutsch heißen, um 16 Uhr offiziell im Beisein von Bezirksamtsleiterin Juliane Melzer eingeweiht.
Insgesamt werden 410 Schilder an 70 Standorten auf Sehenswürdigkeiten und andere wichtige Orte in Blankenese hinweisen. Damit wird die „Schilderlücke“ zwischen dem Elbhöhenweg und dem Elbuferweg geschlossen. Jetzt kann man – von Schildern geleitet – vom Hamburger Westen über Ottensen bis in die Innenstadt gehen.
Was werden die Schilder die Stadt kosten? „Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) zahlt circa 56.000 Euro pro Jahr für das Blankeneser Fußgängerleitsystem“, so Sprecherin Susanne Meinecke.

Bürger-Verein hat schon
das nächste Projekt im Blick

Mit den neuen Schildern endet eine über zehnjährige Planungs- und Entwicklungszeit. „Der Blankeneser Bürger-Verein wurde von der damaligen Ortsamtsleiterin Ingrid Harpe aufgefordert, ein Fußgänger-Leitsystem für Blankenese zu entwickeln. Ein erster Entwurf wurde von uns 2005 eingereicht, der zwischen S-Bahnhof und dem Schiffsanleger Op’n Bulln am Strandweg die Sehenswürdigkeiten für Touristen und unsere Gäste aufzeigen sollte“, erinnert sich Jürgen Weber. Er ist der Erste Vorsitzende des Blankeneser Bürger-Vereins.
„Es dauerte eine gewisse Zeit auf Grund des umfangreichen Erweiterungsgebietes und der entsprechenden Abstimmungsprozesse“, verteidigt Susanne Meinecke die lange Umsetzungszeit. „Und das Projekt wurde auf Grund der Größe in mehrere Teile geteilt.“
Nunmehr sind in übersichtlicher Form die Wege ins Treppenviertel und in unsere Parks kenntlich gemacht. Das freut Weber. Und peilt schon gemeinsam mit dem Bürger-Verein das nächste Projekt an: die Fährverbindung zwischen Landungsbrücken und Blankenese.
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