„Wir Verleger sind Hebammen“

Der Verleger Klaas Jarchow ist ein echter „Blankeneser Jung“. Aufgewachsen im Elbdorf, kam er in seine Heimat zurück und eröffnete vor drei Jahren hier seinen eigenen Verlag. Rechts neben ihm der „Blankeneser Klabautermann Pikkofinte“, der bald in seinem neuen Buch auf Schatzsuche gehen wird. Foto: pr

Klaas Jarchow ist ein echter „Blankeneser Jung“ – 
und hat auch seinen Verlag hier im Elbdorf

Karin istel, Blankenese
Er ist ein echtes Blankeneser Original: Klaas Jarchow. Nach seinen „Wanderjahren“ in Altona, Paris, Ostholstein und Schweden ist der heute 61-Jährige wieder in Blankenese sesshaft geworden. Hier, in der Simrockstraße, werden aus manchmal sehr vagen Ideen handfeste und wunderschön gestaltete Bücher.
„Geboren bin ich im `Tabea´ in Blankenese. Von klein auf habe ich also in Blankenese gewohnt und bin da durch die Hecken gestrolcht“, blickt Jarchow zurück. Natürlich absolvierte er den „Blankeneser Schuklassiker“: erst Gorch-Fock-Schule, dann Gymnasium Blankenese. „Studiert habe ich in Hamburg und zeitweilig, als Stipendidat, in Paris. Ich habe ein geisteswissenschaftliches Studium generale gemacht, das mit dem Abschluss in Philosophie und Deutscher Literaturwissenschaft endete.“
Erste Lehrtätigkeiten an der Uni und Rundfunkarbeit folgten. Im Jahr 1994 wechselte er in die Verlagsleitung von Rogner & Bernhard. Sieben Jahre später folgte der Aufbau des Murmann Verlages an der Großen Elbstraße als Co-Verleger. 2010 dann die eigene Agentur und ab Herbst 2014 der eigene Verlag. „Mich fasziniert an meinem Beruf als Verleger die Gestaltung von Inhalten und diese in Buchform zu bringen. Wir Verleger sind ja Hebammen. Wir helfen, Dinge zur Welt zu bringen. Es ist befriedigend, etwas auf den Weg zu bringen, zu entwickeln und ins Ziel zu steuern.“
Dabei lernte Jarchow in seiner langjährigen Verlagstätigkeit schon einige Berühmtheiten kennen. „Ich nenne mal Astrid Lindgren. Von ihr hängt ein Brief bei mir an der Wand. Kurz nach ihrem 90. Geburtstag bat sie um die Verschiebung eines Termins, weil sie noch zu erschöpft vom Rummel um ihren Ehrentag war. Andere Autoren sind beispielsweise Douglas Adams, Alexa Hennig von Lange oder Nick Hornby“, zählt Jarchow auf.
Und was macht „de Blankeneser Jung“ in seiner Freizeit? „Ich zeichne und male nach wie vor, schreibe allerlei. Es gibt Gedichte, Kindergeschichten, Krimis. Segeln tue ich, aber nicht mehr so viel wie früher, auch keine Regatten mehr. Inzwischen fahre ich auch ein bisschen Motorboot, ein ziemlich kleines, erst neuerdings für die Kinder angeschafftes.“


❱❱ Klaas JarchowSimrockstraße 9a
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