„Wir lehnen den Vorschlag ab“

Die Mitglieder der VIN lehnen den neuen Vorschlag des Bezirksamtes Altona ab. (Foto: put)

Bezirk schlägt reduzierte Bebauung der Suurheid vor – immer noch zu viele Flüchtlinge für die Bürgerinitiative

Rissen - Jetzt liegt der neue Vorschlag des Bezirksamts Altona auf dem Tisch: Es sollen nur halb so viele Wohnungen für Flüchtlinge an der Suurheid gebaut werden. Doch für die Initiative „VIN Rissen“ (Vorrang für Integration und Nachhaltigkeit in Rissen) sind die Vorschläge „völlig unzureichend“. Warum?

Was war geplant?
Laut Bebauungsplan Rissen 45 dürfen auf dem Grundstück 230 Wohneinheiten gebaut werden. Ursprünglich plante die Behörde, hier bis zu 800 Sozialwohnungen für Flüchtlinge zu bauen. Bis zu 4.000 Schutzsuchende sollten hier unterkommen.

Wie sieht der neue Vorschlag aus?
Die neuen Pläne des Bezirksamtes sehen vor, dass 413 Wohnungen für Flüchtlinge und 160 Mietwohnungen für Hamburger Bürger gebaut werden. Ein internationales Quartier mit kleinen Läden und einem Treffpunkt ist geplant.
Der bestehende Bebauungsplan wird dafür nicht geändert. Die geplanten Gebäude sollen nur um ein bis zwei Geschosse höher gebaut werden.
Angedacht ist, die anderen 400 Flüchtlings-Wohnungen an einer anderer Stelle im Bezirk Altona zu bauen. Wo, das ist noch unklar.

Was kritisiert die VIN?
• Ihr sind die 513 Wohnungen immer noch zu viel, die auf dem acht Hektar großen Grundstück entstehen. „Das ist das 2,5-fache der ursprünglichen Planung“, heißt es seitens der Initiative.
• Der VIN sind es zu viele Flüchtlinge: bis zu 2.500 an der Suurheid, 800 Flüchtlinge und Obdachlose im angerenzenden Gebiet Sieverstücken I+II. „VIN Rissen hält dies für eine unter Integrationsgesichtspunkten nicht zu realisierende Größenordnung.“  Und die VIN befürchtet, dass noch weitere Flüchtlinge in die Wohnungen einziehen könnten, die nicht am freien Markt vermietet werden können.
• Im internationalen Quartier werden zwei Drittel der Bevölkerung Flüchtlinge, ein Drittel deutsche Bürger sein. Die VIN fordert ein umgekehrtes Verhältnis in der Bevölkerungsstruktur: 70 Prozent deutsche Mieter und 30 Prozent Flüchtlinge. Sonst könne die Integration nicht gelingen.
• Es wird mehr Autos und damit ein höheres Verkehrsaufkommen geben. „VIN Rissen fordert eine Überarbeitung desder geplanten Verkehrsanbindung.“
Fazit: „Wir lehen den Vorschlag des Bezirksamtes Altona ab“, so die VIN. Doch es ist fraglich, ob die 300 Mitglieder der VIN die Meinung der Mehrzahl der Bewohner wiedergibt. In Rissen leben über 15.000 Menschen.
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