Wiedersehen nach 50 Jahren

Aus dem Fotoalbum von Chris-tina Mewes: Die neue Volksschule Wesperloh wurde am 26. Mai 1961 eingeweiht. Auch die Organisatorin des jetzigen Klassentreffens ist mit dabei (gelb markiert). Repro: sauer

Der erste Jahrgang der Volksschule Wesperloh trifft sich 50 Jahre nach der Schulentlassung

Isabella Sauer, Osdorf

Es ist ein halbes Jahrhundert her, dass sie ihr Abschlusszeugnis in der Hand hielten. Doch für die Klasse der ehemaligen Volksschule Wesperloh, heute Grundschule Wesperloh, stand schon 1967 fest: Wir sind eine tolle Gemeinschaft, wir müssen uns regelmäßig treffen. Ein Vorsatz, der jetzt eingehalten wird: Am Sonnabend, 11. März, kommen die ehemalige Schüler zu einem Klassentreffen zusammen.
Die etwas andere „Geburtstagsfeier der Schulentlassung“ organisierte Christina Mewes, geborene Kühn. Mittlerweile lebt sie nicht mehr in Hamburg, sondern in Schwarzenbek. „50 Jahre Lebenserfahrung haben bei uns allen zweifellos Spuren hinterlassen, aber keineswegs Erinnerungen gelöscht“, so die Rentnerin. Geplant ist beim großen Wiedersehen eine Besichtigung der Schule sowie ein Abendessen in einem Restaurant.
Mewes denkt gern an die alten Zeiten zurück: „Wir sind Schüler der ersten Stunde der Schule
Wesperloh, die im Mai 1961 eingeweiht wurde.“ Fast 70 Prozent der Kinder seien erst kurz vorher mit ihren Eltern als Flüchtlinge aus der damaligen DDR und Ost-Berlin gekommen.
Zum Klassentreffen eingeladen ist auch der ehemalige Klassenlehrer und spätere SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Paterna (79). „Wir freuen uns, dass er kommt“, sagt Mewes. „Denn wir teilen großartige Erinnerungen mit ihm.“
Im Jahr 1963 kam Paterna frisch vom Lehramtsstudium. „Vorher gab es nur strenge, alte Lehrkräfte, und dann kam einer frisch vom Lehramtsstudium. Im Englischunterricht hörten wir Musik von den Beatles und mussten dann die Texte übersetzen“, erzählt die Rentnerin.
Und hat noch eine weitere
Anekdote auf Lager: die Klassenfahrt ins Weserbergland. „Wir kletterten an einem Hang und traten Steine los, diese rollten auf die Straße. Die Polizei kam und fragte nach dem Klassenlehrer. Als sich dieser vorgestellt hatte, glaubte ihm die Polizei nicht. Er sah einfach zu jung aus.“
Diese und viele andere Geschichten werden bestimmt auf dem Treffen der Ehemaligen ausgetauscht, zu dem sich 16 Schüler bereits angemeldet haben.
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