Welche Milch schäumt am besten?

Alma Sahihi (l.) und Mette Gutjahr (beide 13) vom Gymnasium Rissen beteiligten sich am Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren“ und erreichten prompt Platz 1 mit ihren Forschungen über Milchschaum. Foto: rs

Rissener Schülerinnen forschten über die Schaumkrone auf dem Cappuccino

Von Reinhard Schwarz. Die Platzierung einer Schaumkrone auf Latte Macchiato oder Cappuccino gilt als Königsdisziplin für Fans des italienisch zubereiteten Cafés. Doch wie gelingt es, diesen Hauch aus Luft und Milch so herzustellen, dass auch anspruchsvolle Kaffeegenießer ihre Anerkennung nicht versagen? Alma Sahihi und Mette Gutjahr (beide 13), Schülerinnen am Gymnasium Rissen, haben sich mit dieser Frage wissenschaftlich befasst. Und auf Anhieb einen Ersten Platz beim Regionalwettbewerb von „Schüler experimentieren“ erreicht, der Juniorensparte von „Jugend forscht“.
„Wir wollten herausfinden, mit welcher Milch man den besten Schaum machen kann“, fasst Mette Gutjahr die Fragestellung zusammen. „Unsere Vermutung war: Je mehr Fett in der Milch desto besser“, erläutert Alma die Annahme, die zu Beginn jedes wissenschaftlichen Experiments steht.
Doch das stellte sich nach zahlreichen Versuchsreihen als Irrtum heraus, erklärt Alma: „Der Fettgehalt der Milch spielt gar keine Rolle, sondern der Eiweißgehalt.“ Mette ergänzt: „Fettarme Milch war besser zum Aufschäumen geeignet, weil bei dieser der Eiweißgehalt höher ist.“
Ihre Ergebnisse fassten die Jung-Forscherinnen in Tabellen zusammen, die sie am Computer erstellten. Für die Vorführung vor der Jury mussten die Schülerinnen auch während der Klassenreise üben. Alma: „Zum Beispiel wie man sich richtig präsentiert.“ Der Lohn der Mühen: Je ein
Ticket für zwei Personen für ein HSV-Spiel, 75 Euro (für beide) und die Teilnahme am Landeswettbewerb Hamburg bei Airbus in Finkenwerder.
Betreuungslehrerin Angela Meyer zu Rheda lobt: „Der Wettbewerb ist eine tolle Chance für die Schüler, an einem selbst gewählten Thema über einen längeren Zeitraum zu arbeiten. Dafür braucht man ein enormes Durchhaltevermögen.“ Also Traumberuf Forscherin?
Wohl weniger. „Ich möchte eher was in der Reisebranche machen“, sagt Mette. Auch Alma zieht es nicht in die Wissenschaft. Ihr Berufsziel: Fernsehmoderatorin.
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