Was wird aus dieser Scheune?

Denkmalgeschützt, aber nicht saniert: die alte Scheune am Hochrad 69. (Foto: uom)

Denkmalgeschütztes Gebäude verfällt seit Jahren - Denkmalschutzamt bemüht sich um seine Sicherung

Ulla Ortlepp-Matthes, Gross Flottbek - Die alte Scheune am Hochrad 69 sieht traurig aus. Genutzt wird sie angeblich als Lagerraum, das Dach ist undicht. Dabei hätte sie allen Grund zu strahlen. Schließlich ist sie Teil eines Ensembles, das unter Denkmalschutz steht.
Weitere Gebäude, die zu diesem Ensemble zählen, sind das Wohnwirtschaftsgebäude, in dem heute das Restaurant
„To’n Peerstall“ beheimatet ist, sowie ein Altenteilhaus. Erbaut im Jahre 1814, waren Scheune und Wohnwirtschaftsgebäude Teil des historischen Dorfkerns und lassen heute noch die Atmosphäre von damals erahnen.
Nach Auskunft des Denkmalschutzamtes existieren in ganz Hamburg rund 2.000 solche Ensembles. Hinzu kommen rund 2.800 Einzeldenkmäler und 3.000 Bodendenkmäler. Zu einem denkmal- schutzwürdigen Ensemble kann eine Scheune mit dem dazugehörigen Bauernhaus zusammengefasst werden. Dies war offenbar am Hochrad 69 der Fall.
Während allerdings das Hauptgebäude in gutem Zustand zu sein scheint, hat die Scheune offenbar deutlich weniger Pflege erfahren.
Im April diesen Jahres kam es wegen des schlechten Zustands der Scheune zu einem Ortstermin zwischen Mitarbeitern des Denkmalschutzamts und dem Architekten des Eigentümers. Laut Aussage aus dem Denkmalschutzamt hat der Eigentümer glaubhaft versichert, sich um sein Gebäude kümmern zu wollen. Es seien Umbauabsichten in Aussicht gestellt worden, konkrete Termine gebe es allerdings nicht, heißt es aus dem Denkmalschutzamt. Trotz mehrfacher Versuche des Wochenblatts, mit dem Eigentümer in Kontakt zu treten, war es nicht möglich, eine Stellungnahme des Scheunen-Besitzers zu erhalten.
Dr. Jörg Seifert vom Denkmalschutzamt ist aber zuversichtlich. Es habe konstruktive Gespräche mit dem Eigentümer gegeben, die zu baldigen Sanierungsmaßnahmen führen sollen: „Das Denkmalschutzamt hat die Problemlage erkannt und wird gemeinsam mit dem Eigentümer die Sicherung des Denkmals erwirken.“
Viele Nienstedtener hoffen, dass das historische Bauwerk bald gesichert und saniert und im nächsten Schritt aus seinem langen Dornröschenschlaf geweckt wird.
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