Vorsicht, Trickbetrüger!

Er lächelt nett und ist wie ein Handwerker gekleidet – aber ist es auch einer? Wenn Leute ohne Terminvereinbarung an der Haustür klingeln und etwas reparieren wollen, ist Vorsicht angesagt. Derzeit sind Trickbetrüger im Hamburger Westen unterwegs. (Foto: panthermedia)

Die Polizei warnt: Derzeit angebliche Mitarbeiter der Wasserwerke unterwegs

Hamburg-West - Als die 82-jährige von ihrem Einkauf nach Hause kam, wurde sie vor der Haustür von einem Mann angesprochen. Er käme von den Wasserwerken und müsse die Wasserhähne überprüfen. Die Dame ließ den Handwerker herein und seiner angeblichen Arbeit nachgehen. Nachdem er gegangen war, stellte sie fest, dass aus ihrem Nachtschrank der gesamte Schmuck entwendet wurde. Sie ist nicht die einzige, die von dreisten Trickdieben beklaut wurde.
Trickbetrüger nutzen das Vertrauen von älteren Menschen aus und berauben sogar bettlägrige Personen. So geschehen in Osdorf: Bei einer schwerkranken, 80-jährigen Hausbewohnerin klingelte ein angeblicher Vertreterdre Wasserwerke und gab an, er müsse die Wasserhähne überprüfen. Im Keller habe es einen Rohrbruch gegeben. Die Rentnerin musste alle Hähne aufdrehen. Der Täter kam in die Wohnung und wies die Dame an, im Badezimmer zu bleiben. Das tat sie auch vertrauensvoll. Als der Mann verschwunden war, fehlten auch 500 Euro.
„Wenn es im Haus einen Wasserrohrbruch gibt, dann ist der Eigentümer für die Reparatur zuständig“, so Sabrina Schmalz. Die Sprecherin von Hamburg Wasser fährt fort: „Wir sind für das öffentliche Netz auf den Straßen zuständig. Unsere Mitarbeiter haben keinen Anlass, in die Wohnungen zu gehen. Sollte dennoch etwas in einem Haus gemacht werden müssen, dann werden die Bewohner von uns vorab mit einem Schreiben informiert.“

Im Zweifel die Notrufnummer 110 wählen

„Trickbetrüger tarnen sich oft als Handwerker, Außendienstmitarbeiter von den Wasserwerken oder dem Energieversorger oder als Amtspersonen wie Finanzbeamte oder Polizis-ten“, warnt Karina Sadowsky.
Die Sprecherin der Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Betrügern schützen kann: „Bei Gesprächen an der Haustür immer die Kette vorlegen. Ist die Person überhaupt berechtigt, die Wohnung zu betreten? Immer den Ausweis zeigen lassen und gegebenenfalls in der betreffenden Firma nachfragen. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Lassen Sie sich nicht überrumpeln“, appelliert Karina Sadowsky. „Im Zweifel immer die 110 anrufen! Wir kommen lieber umsonst als zu spät!“
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