Vorschläge für die G20-Politiker

Paul, Luisa, Philippe, Lukas, Johannes und Philipp (v.l.) recherchieren zum Thema, wie man in Italien die Stabilität sichern könnte. Foto: jve

Elftklässler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums erarbeiten
ihre Standpunkte zur Lösung globaler Probleme

Julia Vellguth, Blankenese

In Hamburg hat die heiße Phase der Vorbereitungen auf den G 20-Gipfel begonnen. Auch 20 Elftklässler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums bereiteten sich auf „ihren“ G20-Gipfel vor, nämlich den der Jugend (Youth 20, Y20). Im Rahmen der HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“ werden in Hamburg rund 450 Hamburger Schüler der Jahrgänge neun bis zwölf in die Rolle der Verhandlungsführer einer der G20-Nationen schlüpfen, um aus Sicht des jeweilige Landes über globale Herausforderungen zu debattieren und innovative Lösungsansätze zu finden. Am Donnerstag, 29., und Freitag, 30. Juni, werden die Schüler im Volksparkstadion auf dem Y20 dann „ihr“ Land vertreten.
Seit März bereiteten sich Andreas Boneß, Lehrer am Marion-Dönhoff-Gymnasium, mit seinem Kurs auf den Gipfel der Schüler vor, für den 20 Hamburger Schulklassen ausgewählt wurden. „Der G20-Gipfel in Hamburg ist eine einmalige Chance“, erklärt Boneß.
Die Blankeneser Schüler vertreten das Partnerland Italien und erhielten für das Planspiel Unterstützung von der Deutschen Schule in Rom. Denn es geht um aktuelle Themen, für die die Blankeneser Standpunkte für den Y20 erarbeitet haben:  Flüchtlingsströme, Geldwäsche, CO2-Emissionen, Terrorismus oder Korruption, aber auch Arbeitslosigkeit, Schulden oder die Bankenkrise.
„Man soll sich so gut wie möglich in das Land versetzen und sich Forderungen und Argumente überlegen“, erklärt die 16-jährige Patrizia, die mit zwei Mitschülerinnen dem Kommunikationsteam angehört. Die übrigen Schüler hatten sich in die Gruppen „Verantwortung übernehmen“, „Stabilität sichern“ und „Zukunftsfähigkeit verbessern“ aufgeteilt, in denen sie Herausforderungen und Lösungsansätze für ihr Partnerland erarbeiteten.
Die Vorbereitung verlief meist in Gruppenarbeit. In den verschiedenen Arbeitsphasen galt es, vorgegebene Arbeitsaufträge abzuarbeiten. „Die Recherche ist nicht ganz einfach. Man hat am Anfang immer sehr mit Deutschland verglichen“, erklärt Luisa aus der Gruppe „Stabilität sichern“. Hilfreich gewesen seien die Tipps und Anregungen der italienischen Partnerschule.
Ab dem morgigen Donnerstag, 29. Juni, debattieren dann Schüler und junge Berufstätige aus ganz Hamburg zwei Tage lang im Volksparkstadion miteinander. Nach dem „Gipfeltreffen“ der Schüler werden dessen Ergebnisse in einem Communiquée an die Politiker des G20-Gipfels weitergeleitet.
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