Vorgestellt: Flottbeks Powerfrau

Ann-Katrin Martiensen ist die neue Vorsitzende des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen. (Foto: ch)

Ann-Katrin Martiensen ist neue Vorsitzende des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen

Ch.V. Savigny, Gross Flottbek - Manchmal kann es Ann-Katrin Martiensen selbst noch nicht so ganz fassen, dass sie als Neuling im Bürgerverein gleich zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde - und das immerhin einstimmig: „Ich dachte nur: Wow!“, erinnert sich die 50-Jährige, seit April Chefin des traditionsreichen Bürgervereins Flottbek-Othmarschen.
Viel Zuspruch hat sie seitdem bekommen: „Endlich mal 'ne Frau!“ lautete ein Kommentar, oder auch: „Endlich mal jemand Junges!“ Das mit dem Jungsein nimmt man der Mutter zweier Töchter sofort ab - vielleicht ist es auch ihr neues Ehrenamt, das Martiensen so jugendlich frisch wirken lässt: „Im Moment ist unglaublich viel zu tun“, sagt sie und lacht dabei. „Also, langweilen werde ich mich bestimmt nicht!“
Die Ottenserin ist die Nachfolgerin von Manfred Walter, der den Bürgerverein zehn Jahre geleitet hatte und nun aus Altersgründen nicht mehr antrat.
Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt Martiensen die Umgestaltung der Waitzstraße, die künftig breitere Parkplätze und einen neuen Bürgersteigbelag bekommen soll. In Planung ist ein „Business Improvement District“ (BID) der lokalen Geschäftsleute in der Waitzstraße und am Beselerplatz. Am Montag wurde als erster offizieller Schritt nach langer Planung im Altonaer Rathaus der Antrag zur Einrichtung dieses ersten BIDs im Bezirk Altona übergeben. Die Antragsunterlagen werden in der Folge vom Bezirksamt geprüft.
Weiterhin möchte die neue Vorsitzende gerne ein paar jüngere Menschen für den Verein gewinnen. Schließlich seien 80 Prozent der derzeit 520 Mitglieder schon über 70 Jahre alt. „Wir sind doch kein Alte-Leute-Verein“, sagt die gelernte Werbekauffrau und berufstätige Immobilienberaterin. Kleiner Lichtblick: Die 23-jährige Tochter ihres Ehemanns wurde gerade erst als jüngstes Mitglied begrüßt.
Rund zehn Stunden pro Woche - so ihre Schätzung - engagiert sich Martiensen, die Kochen und Hockey zu ihren Hobbys zählt, in ihrem neuen Job. Leute kennenlernen, Grußkarten schreiben, Veranstaltungen
organisieren, Webseite aktualisieren, an Sitzungen teilnehmen – und was sonst noch alles so anfällt.
Woran sie sich noch gewöhnen muss: Täglich werden von allen Seiten Wünsche an sie herangetragen. Wird ihr das nicht manchmal zu viel? „Nein“, sagt Martiensen. „Das belastet mich nicht. Sonst hätte ich die Aufgabe doch gar nicht angenommen!“
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