Vorgärten sind gerettet – vorerst

Die Stäbe und das gespannte Band zeigen es an: Wäre die Straße wie ursprünglich geplant auf 17 Meter erweitert worden, wäre von dem Vorgarten nicht mehr viel übrig geblieben.  

Sülldorfer Kirchenweg wird zwischen Fruchtweg und Willhöden statt auf 17 nur auf 12,30 Meter verbreitert

Tischler/ Istel, Blankenese – Vier Jahre voller Gespräche, Diskussionen und Planungen, aber nun ist die sprichwörtliche Kuh vom Eis:  Jetzt steht fest, wie der gut 700 Meter lange Abschnitt des Sülldorfer Kirchenwegs zwischen Fruchtweg und Willhöden in Zukunft aussehen soll. Der Bebauungsplan Blankenese 40 wurde von der Bezirksversammlung beschlossen. Damit ist klar: Die Straße wird auf etwa 12,30 Meter verbreitert werden. Doch es gelten drei B-Pläne für den Straßenabschnitt. Wann der Ausbau losgeht, ist deshalb unklar.
Links und rechts wird es zwischen Fahrbahn und Bürgersteig jeweils einen in roter Farbe abgesetzten Sicherheitsstreifen geben. Vor der Schule und dem Sportplatz gilt dann zudem Tempo 30. „Mit dieser Entscheidung sollten eigentlich alle Beteiligten gut leben können“, sagte Wulf Menzel von der Bürgerinitiative Sülldorfer Kirchenweg.
Der ursprüngliche Entwurf hatte eine Erweiterung der Straße auf 17 Meter vorgesehen. Bei vielen Anwohnern wären dann Straße samt Fußweg im Garten verlaufen. „Dafür hätten wir unsere Vorgärten hergeben müssen“, sagt Wulf Menzel.

Ein Straßenabschnitt, drei Bebauungspläne

Doch mit dem Straßenausbau wir des nicht soschnell losgehen: Für die 2,1 Kilomter lange Straße zwischen Blankenese und Sülldorf gibt es verschiedene Bebauungspläne. Für den südlichen Abschnitt gilt für eine Seite zwar ebenfalls der Bebauungsplan Blankenese 40, nicht aber für die gegenüberliegende. Hier ist der Bebauungsplan Blankenese 33/Sülldorf 16 maßgeblich. Der aber wird erst im Sommer überhaupt öffentlich ausgelegt. Einen Beschluss soll es im Winter geben.
Für den nördlichen Abschnitt gilt dagegen ein Teilbebauungsplan von 1960 der Stadt Hamburg. „Nur auf der Grundlage dieser Bebauungspläne können möglicherweise private Grundstücke für den Ausbau in Anspruch genommen  werden", erklärt Wolfgang Zetsche von der Initiative.
Eine weitere Schwierigkeit: „Ein Problem ist die Straßenentwässerung, vor allem, was den Sportplatz betrifft. Und das braucht eine umfangreiche technische Planung“, so Zetsche
Anwohner wie auch Nutzer des Sülldorfer Kirchenwegs haben mit noch einem anderen Ärgernis zu kämpfen, den zahlreichen Schlaglöchern. Ob hier seitens der Stadt vor dem Ausbau der Straße Abhilfe geschaffen wird, ist noch unklar.
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