Von-Sauer-Straße: Es wird gebaut

Immerhin schon mal eine Ankündigung: Ab Herbst 2017 – also ab sofort! – sollen an der Von-Sauer-Straße knapp 300 Wohnungen entstehen. Foto: cvs

Aus dem ehemaligen Puffdreieck wird das Bahrenfelder Carré

Ch. v. Savigny, Bahrenfeld
Es tut sich etwas auf dem Grundstück an der Ecke Von-Sauer-Straße/ Bahrenfelder Chaussee: Nach Jahren, in denen die Fläche brach gelegen hatte (das Elbe Wochenblatt berichtete), will ein neuer Investor das ehemalige „Puffdreieck“ – von den Bahrenfeldern so genannt wegen der früher ansässigen Rotlicht-Etablissements – wieder zum Leben erwecken.
Geplant sind 281 Wohnungen, davon gut ein Drittel als Ein-Zimmer-Appartements. Etwa 25 Prozent der Wohnungen sollen eine soziale Förderung bekommen. Ende 2019 ist das großflächige Wohnbauprojekt, das den Namen „Bahrenfelder Carré“ tragen soll, laut Planung fertig.

Damit wird – so ist zu hoffen – nach fast vier Jahren der Ungewissheit endlich ein Schlussstrich gezogen. Mehrmals hatte das etwa 8.000 Quadratmeter große Grundstück in diesem Zeitraum den Eigentümer gewechselt. Zuletzt wollte ein Unternehmen dort für 65 Millionen Euro 150 Wohnungen und 170 Studentenappartements errichten – doch letztes Jahr platzte das Vorhaben. Der neue Eigentümer, die CG Gruppe aus Berlin, hat die Anzahl der Wohnungen etwas reduziert – dafür werden einige Einheiten laut Planung bis zu fünf Zimmer groß sein. Auf der anderen Seite entstehen auch viele Einzimmerwohnungen. Die Mietfläche beträgt insgesamt rund 18.000 Quadratmeter, davon ist etwa ein Siebtel für Handel und Gewerbe (im Erdgeschoss) reserviert. Geplant sind weiterhin 177 Tiefgaragenplätze. Die Bau-kosten liegen laut Unternehmen inzwischen bei 90 Millionen Euro.
Um Sozialwohnungen wird noch gestritten
Ein Streitpunkt ist nach wie vor die Anzahl der Sozialwohnungen: Gesetzlich vorgeschrieben ist nämlich ein Anteil von 33 Prozent – und nicht, wie in diesem Fall angekündigt, 25 Prozent. „Das ist immer die Frage: Gilt der Drittelmix für die Anzahl der Quadratmeter? Oder für die Anzahl der Wohnungen?“, sagt Sven Hielscher, stellvertretender Chef der CDU-Bezirksfraktion.
Insgesamt sieht der Politiker das Projekt dennoch auf einem guten Weg: „Die Firma ist schon jetzt dabei, die Wohnungen zu vermarkten. Das ist ein gutes Zeichen.“ Auch, dass das Unternehmen offenbar vermehrt auf Singles als Mietinteressenten setzt, ist in Hielschers Augen das richtige Signal. „Für Familien mit Kindern ist die Lage zwischen den beiden Hauptverkehrsstraßen eher nicht geeignet.“
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