Vom Wilden Osten nach Osdorf

Jens Lodahl (r.) verlässt nach zwei Jahren das Polizeikommissariat 26 in Osdorf, sein Nachfolger als Revierchef ist Jan Fedkenhauer. (Foto: rs)

Wachwechsel im Polizeikommissariat (PK) 26 am Blomkamp – jetzt leitet Jan Fedkenhauer das PK

Reinhard Schwarz, Osdorf – Stabwechsel nach zwei Jahren: Jens Lodahl (47), bisher Chef des Polizeikommissariats (PK) 26 in Osdorf, verlässt das Revier und wechselt zum PK 17 in Eimsbüttel. Zukünftig leitet Jan Fedkenhauer (49) das am Blomkamp gelegene Kommissariat mit seinen rund 100 Beamten. Fedkenhauer war bisher stellvertretender Leiter der Polizeiwache in Billstedt.
„Dort gab es viel Konfliktpotenzial, unter anderem mit den Hells Angels“, umschreibt er die Lage in Hamburgs Osten. Das neue Revier mit den Stadtteilen Osdorf, Blankenese, Rissen, Klein Flottbek, Sülldorf, Iserbrook und Nienstedten habe hingegen andere Probleme: „Im Moment ist es zwar sehr ruhig, aber in den Elbvororten haben wir es im Wesentlichen mit Haus- und Wohnungseinbrüchen zu tun.“
Auch die Aufbrüche und Diebstähle wertvoller Pkw sowie von Navi-Geräten bereiten den Beamten Sorgen. Weniger Schwierigkeiten machen hingegen die Flüchtlingsunterkünfte: „Das ist überhaupt kein polizeilicher Brennpunkt“, so Fedkenhauer.

Er ist verantwortlich für 400 Fußballspieler

Seit 29 Jahren ist der 49-jährige verheiratete Vater von drei Söhnen im Alter von 13, 16 und 20 Polizeibeamter. Die Familie lebt in Ahrensburg, wo Fedkenhauer auch aufgewachsen ist. Zur Polizei kam er über die Bundeswehr, dort warb ausgerechnet ein Faltblatt für den Job bei den Ordnungshütern.
Angefangen hat er im mittleren Dienst. Nach seinem Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Hiltrup ist Fedkenhauer seit acht Jahren im höheren Dienst. „Es handelt sich um einen vielseitigen Beruf, ich würde mich immer wieder dafür entscheiden“, schildert er.
Privat erholt sich Fedkenhauer in der Familie – und im Sportverein. Als ehrenamtlicher Jugendleiter im SSC Hagen-Ahrensburg ist er mit verantwortlich für 400 Fußball spielende Kinder und Jugendliche. Ein weiterer „Management-Job“ räumt der Familienvater ein, so ganz lasse ihn der Dienst dann doch nicht los.
Aktiv Fußball spielt der Beamte lieber nicht – die Verletzungsgefahr sei zu groß. Stattdessen zieht er im Winter die Schlittschuhe an und spielt in Farmsen Eishockey bei den Senioren. Hier stehe auf jeden Fall Fair Play im Vordergrund, stellt Fedkenhauer klar: „Das ist die sanfte Variante des Eishockeys.“
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