Vom Mädchen-Lyzeum zum Gymnasium

Im Jahr 1964 war das heutige Marion-Dönhoff-Gymnasium noch eine reine Mädchenschule. (Foto: pr)

Willhöden 76: Das Marion Dönhoff Gymnasium feiert sein 125-jähriges Bestehen

Blankenese - 45 Mädchen, zwei Lehrerinnen, ein Lehrer und eine Schulvorsteherin – so startete der 1890 der Schulbetrieb der Höheren Mädchenschule in einem Mietshaus in der Norderstraße. Heute, 125 Jahre später, hat die Schule über 800 Schüler und heißt Marion Dönhoff Gymnasium (MDG). Von Mittwoch, 2. Dezember, bis Freitag, 4. Dezember, wird das Jubiläum groß gefeiert.
Gegründet wurde das MDG als Mädchenschule und wurde im Jahr 1914 zum „Lyzeum in Entwicklung“ ernannt. Der Titel „Gymnasium“ war damals ausschließlich Schulen für Jungen vorbehalten.
Erst 1957 ist die Gleichstellung mit dem männlichen Pendant geschafft: Die Schule wird in „Gymnasium für Mädchen Blankenese“ umbenannt. Im selben Jahr wird an der Straße Willhöden der Grundstein für den jetzigen Schulbau gelegt. Zwei Jahre später wird der Neubau eingeweiht, die Schule heißt – nach dem neuen Standort – Gymnasium Willhöden. Zu Ende der 60er-Jahre hält die Koedukation Einzug: Jungen und Mädchen werden gemeinsam unterrichtet.
Im Umweltschutz aktiv und mehrfach als „Umweltschule Europas“ ausgezeichnet, mit dem Bau einer neuen Drei-Feld-Halle im Jahr 2003 und der Umbenennung in Marion Dönhoff Gymnasium (2009) stellt sich die Schule bis heute den jeweiligen Herausforderungen der Zeit.
Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Schule: Das werden die Themen in den Workshops sein, mit denen sich die Schüler zum Start der Feierlichkeiten am heutigen Mittwoch, 2. Dezember, beschäftigen werden.

Umzug durch den Stadtteil mit viel Musik

Am Donnerstag, 3. Dezember, geht es dann schon ausgelassener zu: Ab 12 Uhr werden Schüler und Lehrer gemeinsam als „Marching Band“ durch den Stadtteil vom Gymnasium zum Blankeneser Marktplatz ziehen und musikalisch gute Laune verbreiten.
Am Abend wird die Schulaula zum öffentlichen Konzertsaal. Ab 19.30 Uhr werden Schülerbands, das Orchester des MDG und der Schulchor auftreten. Karten sind für drei Euro (Kinder, Jugendliche) und fünf Euro (Erwachsene) ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.
Die Feierlichkeiten enden am Freitagabend, 4. Dezember, mit einem Sektempfang und Festakt für geladene Gäste.

Marion Dönhoff
Marion Hedda Ilse Gräfin Dönhoff (* 2. Dezember 1909 auf Schloss Friedrichstein in Ostpreußen; † 11. März 2002 auf Schloss Crottorf bei Friesenhagen, Rheinland-Pfalz) war Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie gilt als eine der bedeutendsten
Publizistinnen der bundesdeutschen Nachkriegszeit.
Obwohl sie ihre ostpreußische Heimat am Ende des Zweiten Weltkriegs verloren hatte, setzte sie sich für die Versöhnung zwischen den Staaten des Ostblocks und dem Westen ein. Sie rief zu freiheitlichem Denken, Toleranz und Gerechtigkeit auf. Weitere Hauptthemen Dönhoffs waren der Widerstand gegen Hitler und die Bekämpfung der Auswüchse des Kapitalismus. Quelle: Wikipedia
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