Unfallgefahr in der Kiesgrube

Anton (l.) und Liron (r.) fahren mit ihren Scooter-Rollern auf den sogenannten Ledges. Leider sind die befahrbaren Betonbänke oft mit Eltern besetzt, die sie als Sitzgelegenheit nutzen. (Foto: fre)

Rissener Kieskuhle: Kleinkinder auf Bobby-Car und Co. fahren auf der Skateranlage ­und verursachen Fast-Unfälle

Maike Freriks, Rissen – Auf der Skaterbahn in der Rissener Kieskuhle kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Jugendliche müssen Kleinkindern ausweichen, die die Bahn mit ihren kleinen Fahrrädern nutzen. Dabei ist die Bahn erst für Kinder ab acht Jahren zugelassen.
Anton (13) und Liron (14) aus Sülldorf nutzen den Skaterpark seit vielen Jahren. Fast täglich verbringen sie viele Stunden hier und sind froh, dass es diese tolle Anlage für Jugendliche gibt. „Das Problem sind die ganz kleinen Kinder. Die fahren mit ihren Bobby-Cars und Lauf-rädern auf der Bahn rum, und wir können oft nur in letzter Sekunde ausweichen oder wegspringen und müssen höllisch aufpassen“, berichtet Anton. Nicht nur einmal ist er deshalb gestürzt.
Dass Kinder unter acht Jahren auf der Anlage nichts zu suchen haben, darauf macht sogar ein Schild aufmerksam. Denn jüngere Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht ausreichend einschätzen. Und: Im Gegensatz zu den Skatern stehen ihnen in der Kieskuhle viele Wege zur Verfügung.
In der Vergangenheit versuchten beide Jungen immer wieder, den Eltern der Kleinen klar zu machen, wie gefährlich es für die Minis auf der Bahn ist. „Manche Eltern sehen es ein. Aber oft werden wir sogar noch beleidigt und beschimpft“, sagt Liron.
Scooter-Roller sind für die Bahn geeignet

Ein weiteres Problem sind die City-Roller, mit denen hier viele Kinder fahren. Die Eltern denken, Roller ist Roller, da kann mein Kind auch fahren. Doch City-Roller sind für die Straße gemacht, nicht für sportliche Fahrten auf einer Skaterrampe. Anton erklärt: „Wir Großen fahren alle mit Scooter-Rollern, die sind speziell für solche Bahnen gemacht. Aber leider erklärt das Schild diesen Unterschied nicht.“
Hilft vielleicht eine Einzäunung der Anlage zum Schutz der Kleinen? „Erfahrungsgemäß nicht“, so Martin Roehl, Sprecher des Bezirksamtes Altona, und gibt zu bedenken: „Im Falle eines Unfalls bei falscher Nutzung gibt es vor allem versicherungstechnische Probleme.“

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