Superstimmung beim Finale

Pato Muente (Slowakei) gewinnt mit Zera 23 das Deutsche Spring- und Dressur-Derby nach spannendem Stechen. (Foto: Sportfotos-Lafrentz)

Bei Sonnenschein gewann Pato Muente das 88. Deutsche Spring- und Dressur-Derby

Stefan Mrochem, Klein Flottbek –

Er war der Überraschungssieger des Tages: Pato Muente mit seiner zehjährigen Stute Zera.

Der 43-Jährige startete für Slowenien, der Heimat seiner Mutter. Geboren in Argentinien lebt er heute in einem kleinen Ort bei Soltau. Auf den Tribünen jubelten ihm 25.000 Zuschauer im ausverkauften Derbypark bei den Ehrenrunden zu, darunter HSV-Profi Dennis Diekmeier mit seiner Familie.
„Meine Mama ist stolz“, sagte Pato Muente nach der Siegerehrung und vier Ehrenrunden auf Englisch. Viel Prominenz, darunter Til Schweiger, Star-Köchin Cornelia Poletto, Sänger Lotto King Karl und der ehemalige Tennisprofi Michael Stich, verfolgte das Derby.
An fünf Tagen – erstmals war der Mittwoch ein Wettkampftag – traten fast 300 Reiter mit 570 Pferden bei der Jagd nach Punkten an. Darunter auch der Brite Emile Faurie. Er konnte auf Escada das 59. Deutschen Dressur-Derby für sich entscheiden.
Mit zahlreichen Aktionen wurde für den gemeinnützigen Verein „Pferde für unsere Kinder“ geworben und gesammelt. Beim Golfturnier am Montag vor dem Derby kamen 4.200 Euro zusammen. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Jugendliche mit Pferden in Berührung zu bringen. Die Nähe zu Pferden und der Umgang mit ihnen soll die Entwicklung junger Menschen zu mitfühlenden und verantwortungsbewussten Menschen unterstützen.
Im Derbypark stehen Umbauarbeiten an. Um sich für die Europameisterschaft 2021 im Springreiten zu bewerben, wollen sich Derbychef Volker Wulff und Sportsenator Andy Grote bis Ende November über einen Neubau des Derbyparks einigen. Die Betontribüne aus den 1950er-Jahren sei nicht mehr zeitgemäß, wie aus dem Norddeutschen und Flottbeker Reiterverein (NFR) verlautet. Vorgesehen ist eine komplett neue Haupttribüne mit 6.000 statt der bisherigen 5.000 Plätze. Dazu ein neuer Richterturm mit mit zwei kleineneren Tribünen sowie dazwischen ein modernisierter Stehplatzbereich.
Beim Umbau will die Stadt planerische Hilfe geben, aber keine Millionen aus dem Haushalt aufbringen. „Der wesentliche Finanzierungsanteil muss durch die privaten Akteure vor Ort erbracht werden“, so Sportsenator Andy Grote – also unter anderem vom Veranstalter. Der NFR hat das 12.000 Quadratmeter große Gelände von Martin Freiherr von Jenisch bis zum Jahr 2024 gepachtet. Der Vertrag kann nochmals 15 Jahre verlängert werden.
Kein Derby wegen Umbau? „Das Derby wird deswegen nicht ausfallen“, verspricht Derbychef Volker Wulff. Also kann man sich schon beruhigt den Termin für´s nächste Derby notieren: 9. bis 13. Mai 2018.
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