Streit um spielende Hunde

Die beiden Australian Shephards toben ausgelassen miteinander. Ob dies Hamburger Hunde dies zukünftig im Jenischpark noch dürfen, ist ungewiss. Die Behörde will die Freilauffläche abschaffen. Foto: panthermedia

Jenischpark: Bezirk Altona plant Freilauffläche für Hunde
schließen – neuer Tobeplatz im Westerpark als Ersatz?

Karin Istel, Othmarschen

Mal kurz den Hund mit seinen Kumpels auf der Auslauffläche im Jenischpark spielen lassen? Damit könnte es bald vorbei sein. Der Bezirk Altona plant viele Freiflächen für Hunde neu – und die beliebte „Hundewiese“ im Jenischpark soll abgeschafft werden. Die endgültige Entscheidung wird morgen in der Sitzung der Bezirksversammlung getroffen.

Wo ist die Auslauffläche?

Hunde dürfen im südöstlichen Jenischpark frei herumlaufen. Die Hundewiese bietet beim Spaziergang mit dem Hund für Herrchen oder Frauchen einen schönen Blick auf die Elbe und liegt verkehrsgünstig an der Elbchaussee. Viele Bewohner der umliegenden Stadtteile nutzen sie. Im übrigen Park gilt die Anleinpflicht.
Warum soll es dort keine
Auslauffläche mehr geben?

Es haben sich Spaziergänger, aber besonders auch Eltern, die mit ihrenKindern den Spielplatz besuchten, beschwert: Sie oder ihre Kinder seien von frei laufenden Hunden angesprungen oder angefallen worden. Sogar die Polizei musste schon gerufen werden. Denn nicht jeder Hundebesitzer hält sich im Park an die Anleinpflicht, die außerhalb der Auslauffläche gilt.
Hundebesitzerin Anette Osterlitz wehrt sich: „Man kann einzelne Vorfälle nicht dazu hernehmen, ganze Gruppen zu verurteilen und auszugrenzen.“
Kann man die „Hunde-
wiese“ nicht einzäunen?

Nein, denn der Jenischpark ist ein Gartendenkmal. Nur Schilder weisen die Tobefläche für Hunde aus.
Wo soll die neue Auslauffläche sein? 
Am nördlichen Ende des Westerparks. „Ich finde das unmöglich. Dort laufen jetzt schon -zig Hunde herum. Wenn alle vom Jenischpark dorthin geschickt werden, ist die Fläche total überlaufen, und alle Hunde haben Stress", so Hundebesitzerin Julia.
Nehmen die Hundehalter
das einfach so hin?

Nein. So hat die Hundegruppe rund um Anette Osterlitz eine Initiative gegründet. Diese sammelt Unterschriften gegen die Abschaffung der „Hundewiese“. Auch viele weitere Hundehalter regen sich auf.
Welche Kosten entstehen der Stadt?
Mindestens 30.000 Euro. Für 20.000 Euro soll ein Runder Tisch eingerichtet werden, dessen Moderator 10.000 Euro erhalten wird. Dazu kommen noch die Kosten für Gestaltung und Druck der neuen Hundewiesenflyer.


Hunde in Hamburg

Es gibt immer mehr Hunde, aber immer weniger Auslaufflächen für sie. So erhöhte sich die Zahl der Hunde von 2012 bis 2016 von rund 60.000 auf rund 73.300. Gleichzeitig gingen 6.000 Quadratmeter Fläche verloren, auf der sich Hunde frei bewegen können.
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