Streit um Radfahrstreifen

Am Rugenfeld sollen extra Streifen für Radfahrer auf der Straße entstehen, dagegen wehren sich Bezirkspolitiker aus Altona. (Foto: cv)

Rugenfeld: Verkehrsbehörde will Auto-Spuren teilweise abschaffen – Bezirkspolitiker sind dagegen

Carsten Vitt, Osdorf - Kaum will die Stadt Hamburg mal bessere Wege für Radfahrer schaffen, da gibt es Ärger. Am Rugenfeld in Osdorf sollen zwei Auto-Fahrstreifen zugunsten des Radverkehrs weichen – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist geplant?
Die Straße Rugenfeld wird zwischen Osdorfer Landstraße und Rugenbarg umgebaut. Zentraler Plan: Von den bisher vier Spuren für Autos sollen zwei weg – es bliebe dann ein Fahrstreifen pro Richtung. Dafür werden Radfahrstreifen auf der Straße eingerichtet.

Warum das Ganze?
Die Verkehrsbehörde rechnet mit einer Zunahme des Radverkehrs und will dafür bessere Bedingungen schaffen. Die Devise heißt: Ab auf die Straße. Die bisherigen separaten Radwege neben der Straße werden als zu schmal eingeschätzt. Zudem müssten für deren Ausbau bis zu 100 Bäume fallen.

Was sagen die Kritiker?
Bezirkspolitiker lehnen die Pläne ab, da sie die Auto-Fahrstreifen für unverzichtbar halten. Als Teil des vierspurigen Rings Drei sei die Straße Rugenfeld stark befahren, weniger Spuren für Autos seien nicht vertretbar. Zudem gibt es Bedenken, ob es für Radfahrer auf der Straße sicher ist.

Wer ist für was?
Gegen die Pläne des SPD-geführten Senats rebellieren die Fraktionen von SPD und CDU in Altona, auch die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok lehnt die Senatspläne ab. Für den Umbau ist der Radfahrerclub ADFC, der sich grundsätzlich für Radstreifen auf der Fahrbahn ausspricht. Die Beschlüsse der Altonaer Fraktionen nennt der ADFC „rückständig“.
Werden die Pläne geändert?
Unklar. Die Verkehrsbehörde antwortete auf eine Wochenblatt-Anfrage zum Rugenfeld nicht.


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