Strandweg soll schmaler werden

Wo sich bislang Sonnenhungrige an die Wand lehnen, könnte nach Vorstellungen des VCD der Fuß- und Radweg verlaufen. Er sollte zur Elbe hin mit einem Geländer ausgestattet sein, an dessen Platten sich auch weiterhin die Sonnenhungrigen anlehnen können. Foto: montana/ VCD

Verkehrsclub Deutschland macht neuen Vorschlag

Karin Istel, Blankenese

Es soll kein breiter Weg über den Strand sein und auch kein Weg auf Stelzen: Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Nord bringt für den Oevelgönner Strandweg eine neue Variante ins Spiel. Ob sie bei der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses vorgestellt wird, ist derzeit noch ungewiss.

Was ist neu?

Der VDC will einen 3, 6 Kilometer langen Fuß- und Radweg zwischen der Bushaltestelle Neumühlen/ Oevelgönne und dem Fähranleger Teufelsbrück. Er soll insgesamt nur 4,5 Meter breit sein und einen barrierefreien Zugang zum Oevelgönner Strandweg haben, beispielsweise für Besucher mit Kinderwagen oder Gehbehinderung. Mehr Abstellplätze für Räder sowie Bänke für Fußgänger sind angedacht.
Die Grundstücke der Bewohner der Kapitänshäuser reichen bis weit auf den Strand. Um etwas mehr Spielraum beim Verlauf des Weges zur Verfügung zu haben, kann sich VCD-Vorstandmitglied Alexander Montana vorstellen, dass die heutige Wand bei den Oevelgönner Häusern neu gebaut und zwei, drei Meter Richtung Strand versetzt wird. „Dadurch gibt es mehr Nutzfläche für die Bewohner, nämlich als Garten.“ 
Im Gegenzug würde die Stadt die dahinter liegenden Strandflächen, die den Anwohnern gehören, gegen eine Entschädigung erwerben.
So würde die Strandfläche, die für den Bau des Weges zur Verfügung steht, größer. Denn heute könnte der Weg erst unterhalb der Grundstücksgrenzen gebaut werden.

Was soll bei den Gastronomiebetrieben in Blankenese passieren?
Der Weg würde zwar am Ufer entlang führen, aber auf Höhe der Strandperle und des Ahoi Kiosks könnte ein kurzer, befestigter Weg zu den beiden Betrieben führen.
Zudem soll es eine Betontreppe geben, nämlich südlich des Weges, also zwischen Fuß-/ Radweg und Elbe. Ausgelegt mit Holzelementen, könnte man es sich dort bequem machen und entspannen. Diese „Sitztreppe“ würde die Steine unterhalb der beiden Gastronomiebetriebe ersetzen, die heute dort liegen.
Doch Besucher, die zur Treppe wollten, müssten den Radweg überqueren. Entlang der Treppe müssten die Radler dann ihr Gefährt schieben, Fußgänger hätten bei der Querung Vorrang.
Und wie soll der Weg weiter in Richtung Westen aussehen?
Ab der Himmelsleiter würde der Weg nicht direkt am Ufer, sondern an der dortigen Betonwand verlaufen. Heute lehnen sich Sonnenanbeter mit dem Rücken dagegen. Verliefe hier der Weg, könnte er zur Elbe hin ein Geländer aus Platten haben, an die man sich weiterhin zum Sonnenbaden anlehnen kann.
Ab dem Aufgang zum Elbwanderweg bis zum Fähranleger Teufelsbrück sollten Rad- und Fußweg durch Markierungen oder Kantsteine getrennt werden. Beide Wege sollten gut befestigt sein.

Wie teuer wird diese Variante des Weges?
Es bleibt vermutlich im Rahmen der zwei anderen, bereits vorliegenden Vorschläge, die um die zwei Millionen kosten würden.

Sitzung
Montag, 15. Mai, 18 Uhr
Sitzung des Verkehrsausschusses
Sitzungsraum des Technischen Rathauses, Erdgeschoss
Jessenstraße 1-3
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4 Kommentare
6
Katharina Marg aus Othmarschen | 15.05.2017 | 19:13  
6
Sabine Hartmann aus Altona | 18.05.2017 | 13:15  
36
Kai Dirksen aus Eimsbüttel | 18.05.2017 | 18:00  
6
Matze Wieni aus Rissen | 18.05.2017 | 20:23  
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