Stolperfalle an der Holstenstraße

Stolperfalle: ein hochstehender Stein vor dem Festland-Schwimmbad. Foto: cvs

Fußweg nicht zuende gebaut: Altonaer (66) stürzt – und legt Beschwerde ein

Ch. v. Savigny, Altona

Das Ganze wirkt wie ein kleiner Schildbürgerstreich: Hier ein Stückchen akkurat gepflasterter Fußweg, dort blanke Erde, ein paar Steine, ein paar Wurzeln. Ein Weg, der quasi im Nichts endet. Patrick Pfohl (66) ist letztens an genau dieser Stelle gestürzt. „Nicht schlimm, nur eine Schulterprellung“, sagt er. Trotzdem eine unangenehme Erfahrung. „Ich hatte daraufhin für einige Zeit psychische und körperliche Beeinträchtigungen.“ Nun will er erreichen, dass es anderen nicht genauso ergeht und beschwerte sich beim Altonaer Wegewart.

Die betreffende Stelle befindet sich zwischen dem Schwimmbad „Festland“ an der Hols-tenstraße und dem Nachbargebäude Govertsweg 7. Zuständig für das Wegestück – genauer gesagt, für den gepflasterten Abschnitt – ist das Bezirksamt Altona. „Tatsächlich endet der befestigte Weg an der Grenze zum benachbarten Wohnungsbaugrundstück, insbesondere aufgrund der dort stehenden Kastanienbäume“, sagt Sprecher Jan Lengwenath.
Ursprünglich war dort
eine Rasenfläche

„Wir werden uns diesen Bereich noch einmal genau ansehen, den Bereich auf mögliche Gefahrenquellen hin untersuchen und diese – sofern vorhanden – gegebenenfalls in Absprache mit dem benachbarten Grundeigentümer zu beheben versuchen.“
Doch die Verwaltung des benachbarten Wohnhauses – die Gerstel & Henk GmbH – denkt offenbar gar nicht daran, etwas zu ändern. „Wir möchten nicht, dass die Besucher des Festlands über unser Grundstück laufen“, sagt eine Mitarbeiterin, die ungenannt bleiben möchte. „Eigentlich soll das eine Rasenfläche sein – aber wenn jeder drübergeht, wächst dort natürlich nichts.“
Weitere Beschwerden gibt es offenbar nicht – jedenfalls nicht von Seiten der Schwimmbadbesucher. „Uns ist nichts zugetragen worden“, bestätigt Bäderland-Sprecher Michael Dietel. Sturzopfer Pfohl will trotzdem weitermachen. „Dass der Weg dort aufhört, ist einfach unlogisch“, sagt er. Als nächstes will er sich an die Parteien im Bezirk wenden. „Ich werde denen schon Dampf machen“, kündigt er an.
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