Statt „Steuerrückzahlung“: Falsche E-Mails vom „Amt“

Immer wieder versuchen Betrüger, über E-Mails an sensible Daten zu gelangen. Also unbedingt prüfen, ob der Absender vertrauenswürdig ist. Foto: panthermedia

Betrüger wollen persönliche Bankdaten der Adressaten abgreifen

Lohi/ Emma Schulz, Hamburg

Achtung, aufgepasst: Derzeit sind falsche E-Mails vom Bundesamt für Steuern unterwegs. Bei der Nachricht, die eine Steuerrückzahlung ankündigt, handelt es sich um eine so genannte „Phisching Mail“, die unberechtigt persönliche Daten abgreifen soll und Schaden anrichtet.
Das Prinzip ist immer dasselbe: Der Absender lockt schon im Betreff mit einer Steuerrückzahlung. Voller Freude klickt der Adressat wie aufgefordert auf den Link, um in den Genuss der Rückzahlung zu kommen. Dann erfragen Betrüger schrittweise persönliche Daten, unter anderem die Girokonto- oder Kreditkartennummer, die dann in einer Datenbank für kriminelle Zwecke gespeichert werden. So kann es passieren, dass später beispielsweise das
Girokonto leergeräumt oder unter falschem Namen in Online-Shops eingekauft wird.
Bei E-Mails, bei denen sensible persönliche Daten abgefragt werden, ist immer Vorsicht geboten. Wichtigster Gedanke: Ist der Absender vertrauenswürdig? Ist das der übliche Weg der Kontaktaufnahme? Hier muss man stutzig werden: Eine echte Mitteilung vom Finanzamt bekommen steuerpflichtige Bürger niemals über einen Link in einer E-Mail, sondern per Briefpost zugestellt. Auch sensible Daten werden grundsätzlich nicht über das Internet abgefragt.

Was tun, wenn’s schon passiert ist?

In solchen und ähnlichen Fällen ist Skepsis geboten! Das echte Bundeszentralamt für Steuern hat mit dieser Fake-E-Mail nichts zu tun. Die Lohnsteuerhilfe Bayern Lohi warnt daher vor dem versuchten Betrug. Wer seine Steuererklärung mit Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins wie der Lohi macht, erhält niemals eine Mail direkt vom Amt, denn der gesamte Schriftverkehr läuft über den Verein.
Sollte das Malheur im Eifer des Gefechts bereits passiert sein, und die Bankdaten wurden eingegeben, ist folgendes geboten: Zuerst sollte die Hausbank informiert werden. Diese weiß, was zu tun ist. Gegebenenfalls müssen die Konten und Karten gesperrt werden. Neben der Schadensbegrenzung sollte auf jeden Fall eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet werden. Dies kann über´s Internet schnell und bequem erledigt werden. Dafür sollten so viele Beweise wie möglich gesammelt werden, zum Beispiel die E-Mail selbst.
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