Spaß für die kleinen grauen Zellen

Schachbegeistert: Anni (10), Eero (9), Fabius (10) und Franziska (9, v.l.)) dürfen mit zum Wettstreit Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer. Henning Jungblut hat mit ihnen trainiert. Foto: rs

Grundschule Windmühlenweg: Kinder trainieren für Hamburger Schachwettbewerb

Von Reinhardt Schwarz. Die Körpersprache sagt alles: Intuitiv fährt sich Franziska (9) mit der Hand an die Nase. Ihr Blick konzentriert sich auf die schwarzen und weißen Figuren eines Schachbretts. Um sie herum stehen und sitzen ihre Klassenkameraden Fabius (10), Eero (9) und Anni (10). Auch ihre Gesichter verraten die Anspannung, denn schließlich geht es hier um den nächsten Schachzug, den übernächsten - und die Frage, was die andere Seite wohl vorhat.
Noch ist es ein Spiel, doch am nächsten Dienstag, 18. Februar, wird es ernst: Dann nehmen 32 Mädchen und Jungen der Grundschule Windmühlenweg am Schachturnier Rechtes Als-terufen gegen Linkes Alsterufer teil. „Wir sind das rechte Von Reinhard Schwarz. Alsterufer - von der Quelle aus gesehen“, weiß Henning Jungblut, pensionierter Lehrer. Er hat das Schachspiel als feste Größe an der Grundschule etabliert, bringt dem Nachwuchs das „königliche Spiel“ bei und organisiert die jährlichen Ausfahrten zum Congress Centrum Hamburg (CCH), in dem der Schach-Wettstreit der Schulen ausgetragen wird.
Doch wie kam es, dass an einer Grundschule so viele Kinder sich für das nicht ganz einfache Spiel begeistern? „Ich hatte nach meiner Pensionierung die Initiative ergriffen und den damaligen Schulleiter Martin Sonnenberg angesprochen“, erinnert sich Jungblut. Der Pädagoge war von dem Konzept angetan, so dass Jungblut in einer Mathestunde zunächst Zweitklässlern zeigte, wie das Brettspiel funktioniert. Mit durchschlagendem Erfolg: „Die Kinder waren absolut begeistert - alle!“
Und die Begeisterung hat offenbar nicht nachgelassen. Auch Franziska, Anni, Fabius und
Eero sind vom Schach-Virus infiziert. „Ich habe das zuerst in der Schule gelernt und dann Zuhause gespielt“, schildert Franziska. „Ich habe Schach vorher bei meiner Omi gesehen und später bei Herrn Jungblut gelernt“, sprudelt es aus Anni heraus. „Mir gefällt es, denn man kann es einfach so spielen und muss vorher nicht irgendwas aufbauen wie bei Risiko“, sagt Fabius. Eero findet es „nicht so schlimm, mal zu verlieren“. Aber, so seine Erkenntnis: „Das ist nicht so schön wie gewinnen.“
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