Siebenmal Geschichte hautnah erleben

Hamburgs erster Landschaftsperk: Im Jenischpark können Besucher viele alte Strukturen entdecken. Foto: Barbara Engelschall

Tag des offenen Denkmals entlang der Elbe:
Parks, Villen und Kichen öffnen ihre Pforten für alle

GABY PÖPLEU, ElbvororteAn sieben Orten weht am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. September, ein besonders geschichtsbewusster Geist durch die Elbvororte:
Das Dehmelhaus in der Richard-Dehmel-Straße 1 – ehemals Wohnstätte des um 1900 bedeutenden Dichters Richard Dehmel und seiner Frau Ida – wurde 1912 mit Hilfe des Architekten Walther Baedeker im Reformstil gebaut. Drei Räume mit der von Dehmel gestalteten Einrichtung können besichtigt werden (so 10-18 Uhr).
Goßlerhaus: 1790 ließ der englische Kaufmann John Blacker am heutigen Gosslers Park 1 zunächst einen Landschaftsgarten anlegen. Ab 1794 folgte ein Landhaus. Der eingeschossige Putzbau mit dorischen Kolonnaden und Tempelfront wurde 1897 aufgestockt. Das hölzerne Gebäude brannte 1901 ab, wurde aber in Stein wieder aufgebaut (sa und so 14-19 Uhr).
Der Römische Garten amFalkensteiner Ufer entstand im 19. Jahrhundert: Julius Richter und sein Bruder, der römische Kunstgärtner Emilio Richter ließen ihn anlegen. Oliver Breitfeld blickt heute zurück auf zwei Jahrhunderte Gartenkunst (sa 11 und 14.30 Uhr, Treffpunkt: Gartentheater).
1912 wurde die Flottbeker Kirche eingeweiht. Der Backsteinbau mit Sprossenfenstern, hohem Pfannendach, Holzemporen,
neobarockem Altar und Kanzel im Inneren zählt zum „qualitätvollen Heimatstil“. Am Denkmaltag stehen die Kirchenfenster im Mittelpunkt (geöffnet sa 11-15 Uhr, so 15-17 Uhr, Führungen sa 11, 13, 14 Uhr).
Das Christianeum wurde 1721 als Lateinschule in Altona gegründet. An seinem jetzigen Standort in der Otto-Ernst-Straße 1 wurde es es 1972 eröffnet, nachdem der Vorgängerbau der Elbtunnelzufahrt weichen musste. Ungewöhnlicher Baustil und sichtbaren Konstruktion werden bei Führungen erklärt (sa 11.30 und 13 Uhr, Anmeldungen per E-Mail an dirk.schoch@
sutorbank.de).
Das Jenisch Haus, Baron-Voght-Straße 50, war Landsitz des Kaufmanns und Bausenators Martin Johann Jenisch d. J. und wurde 1831–34 nach Entwürfen von Forsmann und Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Heute zeigt es als Museum repräsentative Säle mit Mobiliar aus der Entstehungszeit (Führung so 14 Uhr).
Der Jenischpark umfasst heute den „Süderpark“ des einstigen Mustergutes des Kaufmanns Caspar Voght, der ab 1785 nach englischem Vorbild die künstlerisch gesteigerte Schönheit der Landschaft mit fortschrittlicher Landwirtschaft verband. Die Anlage ist seit 1927 ein öffentlicher Park (Führung so 15 Uhr, Treffpunkt: Haupteingang am Hochrad 75).
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